Detailinformationen
Adresse
Griegstraße 1-3, 1200 Wien
Griegstraße 1-3, 1200 Wien
Luntzgasse 2-6, 1200 Wien
Handelskai 32-38, 1200 Wien
Robert-Blum-Gasse 5-11, 1200 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1957 - 1959
Anzahl an Wohnungen
219
Architekt*in
Stefan Karabiberoff, Anton Ceplecha, Jakob Zachar, Alois Brunner
Wohnungen |
219 |
|---|---|
Waschküchen |
6 |
Stiegen |
11 |
Lokale |
5 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 6 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Griegstraße ist seit 1956 nach dem norwegischen Komponisten Edvard Grieg (1843-1907) benannt. Grieg befand sich 1896/97 auf einer Konzertreise in Wien.
Zwischen der Nordbrücke und der Floridsdorfer Brücke erstreckten sich um 1900 Aulandschaften, war doch das Gebiet regelmäßig von Überschwemmungen bedroht und als Siedlungsgebiet wenig geeignet. Mit der ersten Donauregulierung 1875 verbesserte sich die Situation. Auf dem historischen Gelände der seit 1919 nach dem hier 1848 hingerichteten Schriftsteller Robert Blum benannten Gasse befinden sich bis heute Schrebergärten.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage wurde auf einem bis dahin unverbauten rechteckigen Grundstück zwischen Griegstraße, Luntzgasse, Robert-Blum-Gasse und Wehlistraße errichtet. Die Anlage besteht aus neun in Riegelbauweise angeordneten Wohnhäusern und insgesamt 11 Stiegen, umgeben von einem parkartig gestalteten Innenhof. Sämtliche Gebäude sind sechsgeschoßig mit Walmdächern. Die Hauszugänge befinden sich jeweils in der Mitte des Baus und die dahinter liegenden Stiegenhäuser sind an der Fassade kenntlich gemacht. An der Griegstraße befinden sich im Erdgeschoß einige Geschäftslokale. Die Fassaden der Häuser sind durch gleichmäßige Fensteraufteilung rhythmisiert und die Stiegenhäuser durch vertikale Farbbänder oder flache Risalite hervorgehoben. Flache, erkerartig vortretende Bauteile, kleine Balkone und schmale Putzrahmen um die Fenster sind die für die Bauzeit charakteristischen Dekorationselemente an den Fassaden. In dem mit Ruhezonen und einem Spielplatz gestalteten Innenhof kam eine Plastik mit abstrakten Formen zur Aufstellung.
Stefan Karabiberoff - Stefan Karabiberoff (1913-1977) studierte von 1942 bis 1948 Architektur an der Technischen Hochschule Wien, wo er 1950 mit der 2. Staatsprüfung abschloss. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem die Wohnhausanlage Hütteldorfer Straße 252 in Wien 14 (1969-1971) und war in Arbeitsgemeinschaften an den Entwürfen zur Anlage Jedleseer Straße 77 in Wien 21 (1963-1965) und zum Karl-Wrba-Hof in Wien 10, Sahulkastraße 3-5 (1972-1982), beteiligt.
Anton Ceplecha - Über den Architekten Anton Ceplecha (1894-1975) sind kaum Daten bekannt. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem die Wohnhausanlagen Anton-Freunschlag-Gasse 80 in Wien 23 (1962-1964) und Leo-Mathauser-Gasse 73 in Wien 23 (1964).
Jakob Zachar - Jakob Zachar (1908-1988) war für die Gemeinde Wien vorwiegend in Arbeitsgemeinschaften an der Realisierung mehrerer Wohnhausanlagen beteiligt, wie etwa der Wohnhäuser Klausgasse 1-11 in Wien 16 (1954/55) und Franzensbrückenstraße 19 in Wien 2 (1963).
Alois Brunner - Alois Brunner (1921-1983) studierte von 1937 bis 1943 Architektur bei Franz Schuster an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Nach dem Studium arbeitete er zunächst bei verschiedenen Baufirmen mit und machte sich 1950 als Architekt selbständig. Zu Beginn war Alois Brunner vorwiegend im Wiederaufbau tätig. Zahlreiche Wohn- und Geschäftsbauten wurden nach seinen Entwürfen errichtet, wie etwa für die Gemeinde Wien die Wohnhäuser Vollbadgasse 1 in Wien 17 (1962-1964) und Krottenbachstraße 40 in Wien 19 (1966-1970).
Die mit dem Namen "Zeichen" betitelte Sandsteinplastik ist ein Werk von Karl Prantl aus dem Jahr 1959.