Detailinformationen
Adresse
Engerthstraße 132, 1200 Wien
Engerthstraße 132, 1200 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1956 - 1958
Anzahl an Wohnungen
20
Architekt*in
Erwin Fabrici
Wohnungen |
20 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Ja |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Engerthstraße wurde 1886 nach Wilhelm Freiherr von Engerth (1814-1884) benannt. Der Architekt und Professor der Maschinenlehre hatte im Eisenbahnbau, bei der Donauregulierung, bei Weltausstellungen und anderen städteplanerischen wie infrastrukturellen Großprojekten enorme Leistungen erbracht. Ein Teil der Engerthstraße wurde 1956 in Griegstraße umbenannt, 1977 wurde der Olympiaplatz geschaffen.
Die Wohnanlage befindet sich auf dem Gebiet der ehemaligen Ortschaft Zwischenbrücken. Diese war unabhängig von Brigittenau entstanden, als die Donau noch unreguliert war und die Taborbrücke errichtet wurde. Dieser Teil von Zwischenbrücken gehörte lange Zeit zum 2. Bezirk. Im Jahre 1900 wurden Brigittenau und Zwischenbrücken vom 2. Bezirk getrennt und zum 20. Wiener Gemeindebezirk zusammengefasst. Das Wohnhaus in der Engerthstraße 132 errichtete man in der Nachkriegszeit in einer Baulücke. Die Benutzungsbewilligung für das Wohnhaus wurde 1960 erteilt. Seither blieb es im Wesentlichen unverändert.
Architektur und Kunst
Das sechsgeschoßige Wohnhaus ist - wie für die 1950er-Jahre typisch - schlicht gehalten. Funktionelle Sachlichkeit bestimmt auf beiden Seiten die Fassadengestaltung. Die Straßenfassade ist nicht symmetrisch aufgebaut. Der Eingangsbereich ist etwas rechts der Mitte gelegen und wird von einem schmalen Risalit markiert, der bis an das durchgängige Hauptgesims herangeführt ist. Die Fenster sind regelmäßig zu sechs Achsen angeordnet. Eine Balkonreihe bildet die zweite Achse von links. Das schmale Sockelpodest wird von einer Nut begrenzt. Oberhalb dieser sind die einzelnen Geschoße voneinander durch vertieft in die Fassade eingelassene Bänder abgesetzt. Fenster und Eingang sind mit schmalen Kunststeinfassungen versehen. An der Hofseite verzichtete der Architekt auf eine differenzierte Fassadengestaltung. Oberhalb des Sockelpodestes durchbrechen lediglich Fensterreihen die plane Wandfläche. Das Wohnhaus ist über den Hof mit einem zeitgleich erbauten Haus in der Vorgartenstraße - entworfen von dem Architekten Tibor Takacs - verbunden.
Erwin Fabrici - Erwin Fabrici (1898-1957) studierte Architektur zunächst an der Technischen Universität Graz und später an der Technischen Hochschule Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem das Wohnhaus Karlweisgasse 41 in Wien 18 (1956-1958) und war an den Plänen zum Hugo-Breitner-Hof in Wien 14 (Linzer Straße 299-325, 1949-1956) beteiligt.