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Kluckygasse 11-13

Hof-Informationen Kluckygasse 11-13

Detailinformationen

Kluckygasse 11-13

Adresse

Kluckygasse 11-13, 1200 Wien

Kluckygasse 11-13, 1200 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1955 - 1956

Anzahl an Wohnungen

32

Architekt*in

Heinrich Schmid jun.

Wohnungen

32

Waschküchen

1

Stiegen

1

Lokale

1

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Kluckygasse wurde 1885 nach dem Arzt Dr. Josef Klucky (1806-1878) benannt, der 1848-1878 Gemeinderat war und sich große Verdienste um die Erstellung des Gemeindestatuts erwarb.

In der Kluckygasse 11 stand vor 1938 eine Synagoge, der Brigittenauer Tempel, die um 1900 nach den Plänen des renommierten Synagogen-Architekten Jacob Gartner errichtet wurde. Das Gebäude war in romanisierendem Stil gestaltet, seine Fassade von zwei Zwiebeltürmen und einem Spitzgiebel mit großem Rosettenfenster geprägt. Während der Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung am 9./10. November 1938 wurde die Synagoge ausgeraubt und zerstört. Wann genau sie vollständig abgetragen wurde, ist nicht bekannt. An die Synagoge und ihre Zerstörung während der so genannten "Reichskristallnacht" erinnern zwei Gedenktafeln von 1988 und 2008.

Architektur und Kunst

Der schlichte Wohnbau in der Kluckygasse 11-13 entspricht der in den 1950er-Jahren vorherrschenden Tendenz, die Gestaltung zugunsten einer raschen Schaffung von Wohnraum zurückzunehmen. Die Straßenfassade ist mit einer horizontalen Nut in eine Erdgeschoßzone aus dunklem Kratzputz und eine hellere, glatt verputzte Hauptgeschoßzone gliedert. Das zentrale, flach auskragende Stiegenhaus teilt die sechs Hauptgeschoße in zwei je vier Fensterachsen breite Flächen. Die Fenster sind mit einer Putzumrahmung in weißer Färbung versehen. Die Eingangstür ist in einem breiten Steinportal mit vertikalen Nuten gefasst, darüber befindet sich ein Steinrelief mit künstlerischer Ausgestaltung. Eine Durchfahrt am rechten Fassadenrand führt in den kleinen Innenhof, zu dem ein ausgebautes siebentes Obergeschoß orientiert ist. Die Hoffassade ist mit einem zwei Fensterachsen breiten Mittelrisalit symmetrisch gegliedert und glatt verputzt.

Heinrich Schmid jun. - Heinrich Schmid jun. (1916-1985) trat 1949 die Nachfolge seines verstorbenen Vaters in der Bürogemeinschaft Hermann Aichinger und Heinrich Schmid an. Nach dem 2. Weltkrieg konnte das Büro jedoch nicht an die früheren Erfolge anschließen. Einer der wichtigsten Aufträge in diesen Jahren war der Wiederaufbau der Universität Wien.

In das Portal des Gemeindebaus ist ein Relief aus Naturstein von Elisabeth Ziska (1952) eingelassen, es zeigt einen Pelikan.

Dokumente