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Brigittenauer Lände 138-142

Hof-Informationen Brigittenauer Lände 138-142

Detailinformationen

Brigittenauer Lände 138-142

Adresse

Brigittenauer Lände 138-142, 1200 Wien

Brigittenauer Lände 138-142, 1200 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1931 - 1932

Anzahl an Wohnungen

54

Architekt*in

Max Hegele

Wohnungen

54

Waschküchen

1

Stiegen

3

Lokale

1

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Brigittenauer Lände erhielt ihren Namen 1868. An der Lände legten seinerzeit die flussabwärts fahrenden Donauschiffe an; die Brigittenau, seit 1850 bei Wien, wurde ursprünglich als Wird bezeichnet und 1670 erstmals urkundlich erwähnt.

Die Gegend, in der sich die Wohnhausanlage befindet, war bis zur Donauregulierung 1870-1875 zu großen Teilen eine Aulandschaft mit Fasangarten, den Josef II. 1775 gemeinsam mit dem Augarten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hatte. Das Gebiet wurde anfangs hauptsächlich von Fischern, Jägern und Holzfällern bewohnt, später kamen Gärtner und Wirte hinzu. Im 19. Jahrhundert begann man mit dem Anlegen von Küchengärten sowie mit der Ansiedelung der ersten Fabriken. Zu dieser Zeit setzte eine Verbauung des Landes ein, die freilich bis zu Beginn des Ersten Weltkrieges keineswegs flächendeckend war. Baulücken wurden in großem Umfang erst durch den kommunalen Wohnbau der Ersten Republik geschlossen. Im Jahr 1900 wurde die Umgebung des Gemeindebaus von der Leopoldstadt getrennt und als eigenständiger Bezirk eingerichtet.

Architektur und Kunst

Das Wohnhaus weist zwei Eingangsbereiche auf, die in den beiden äußersten Achsen der Front angelegt sind. Die Portale werden von einem verglasten Giebel bekrönt und lateral von Ziegelmauerwerk umgeben. Der Sockel des Hauses ist ebenfalls mit Ziegelmauerwerk verkleidet. Ein verhältnismäßig weit ausladendes Gesims setzt das Erdgeschoß von den Stockwerken darüber ab. Streng symmetrische Gliederung kennzeichnet das Wohnhaus. Der sechsachsige Mittelteil ist gegenüber den dreiachsigen Flanken erhöht. Gesimse fassen die Fenster im zentralen Bauteil bandartig zusammen. Im obersten Geschoß läuft die Horizontalgliederung bis zu den äußersten Achsen durch. Die Seitenteile des Gebäudes treten in der Breite von vier Achsen risalitartig vor. Einen ornamentalen Akzent setzen kleine, in Form eines Quadrates zueinander angeordnete Öffnungen, die sich jeweils in einer Achse mit den Außenkanten des erhöhten Bauteils in den Seitenteilen der Front befinden. Die Hoffassaden sind den Straßenfronten der Anlage angeglichen. Einen markanten Akzent setzt auch hier die Giebelform des oberen Abschlusses der beiden Durchgänge, die zu den straßenseitig gelegenen Eingängen führen.

Max Hegele - Max Hegele (1873-1945) studierte bei Carl von Hasenauer und Viktor Luntz an der Akademie der bildenden Künste Wien. Seine bekanntesten Bauwerke sind die Dr.-Karl-Lueger-Gedächtniskirche, der Eingangsbereich mit der Kolonnadenanlage und mehrere Nebengebäude am Wiener Zentralfriedhof in Wien 11 (1903-1911). Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges konnte Max Hegele neben weiteren sakralen Bauten auch zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser realisieren. Besonders bemerkenswert sind seine Projekte im öffentlichen Raum, wie die Fillgraderstiege in Wien 6 (1905-1907). Max Hegele war auch an der Anlage des Naschmarktes und der Wienflussüberwölbung beteiligt (1910). Die Wohnhausanlage Brigittenauer Lände 138-142 in Wien 20 (1931/32) zählt zu den wenigen ausgeführten Aufträgen der Zwischenkriegszeit. Von 1908 bis 1937 lehrte Max Hegele zudem an der Staatsgewerbeschule Wien.

Dokumente