Detailinformationen
Adresse
Florian-Hedorfer-Straße 28-44, 1110 Wien
Florian-Hedorfer-Straße 28-44, 1110 Wien
Mitterweg 2-6, 1110 Wien
Bleriotgasse 46, 1110 Wien
Mitterweg 8-18, 1110 Wien
Oriongasse 15-19, 1110 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1968 - 1971
Anzahl an Wohnungen
589
Architekt*in
Edgar Göth, Wiener Stadtbauamt, MA19
Wohnungen |
589 |
|---|---|
Waschküchen |
17 |
Stiegen |
30 |
Lokale |
5 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 17 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Karl Swoboda wurde am 13. 3. 1915 in Wien geboren und starb am 29. 12. 1967. Der E-Werks-Bedienstete Karl Swoboda war langjähriger Bezirksrat in Simmering und vertrat seinen Heimatbezirk 1967 auch im Gemeinderat.
Die Wohnhausanlage "Karl-Swoboda-Hof" wurde gemeinsam mit der Anlage "Karl-Meisel-Hof" als Teil der Plattenbausiedlung "Mitterweg" projektiert und von drei verschiedenen Plattenbaufirmen auf vormals landwirtschaftlichen bzw. für den Gemüseanbau genutzten Flächen errichtet. Die gesamte Anlage - zur Zeit der Projektierung noch "Seeschlachtgraben" genannt - stellt den Beginn der östlichen Stadtentwicklungsachse "Kaiser-Ebersdorfer Straße" dar.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage zählt zur zweiten Generation der Wiener Plattenbausiedlungen. Bedingt durch die stärker werdende Kritik an der frei stehenden Zeilenbebauung der ersten Generation wurde nunmehr versucht, an das traditionelle Wiener Modell der Hofbebauung anzuschließen und daher schloss man die orthogonal stehenden Scheibenbauten zu einer hofbildenden Bebauung zusammen. Darüber hinaus zeichnet sich die zweite Phase des Wiener Plattenbaus durch die Abkehr von den ausschließlich vier- und neungeschoßigen Wohnbauten aus. Davon versprach man sich mehr Variabilität.
Die Wohnhausanlage erstreckt sich in Verlängerung des "Karl-Meisel-Hofes" in Nordwest-Südost-Richtung entlang des nördlich gelegenen Mitterwegs, einer Parallelstraße der Kaiser-Ebersdorfer Straße. Die aus insgesamt 30 Stiegenhäusern bestehende Wohnhausanlage ist in drei Baugruppen unterteilt, die gemäß Planung auch den ersten Bauteil, die Erweiterung des ersten Bauteils sowie den Bauteil V der gesamten Siedlung darstellen. Da jeder Bauteil von verschiedenen Firmen nach unterschiedlichen Bausystemen hergestellt wurde, ist dementsprechend das äußere Erscheinungsbild ein differenziertes. Durch die zueinander orthogonalen Anordnungen der aus zwei bis vier Häusern bestehenden Wohnblöcke des ersten Bauteils ergibt sich eine hofbildende Bebauung, die beim wenige Jahre später errichteten "Karl-Meisel-Hof" vergleichbar ähnlich ist. An den Nahtstellen der einzelnen fünf- bis neungeschoßigen Wohnblöcke sind Loggien bzw. zu ebener Erde Durchgänge platziert, die die jeweiligen Innenhöfe mit der "äußeren" Umgebung verbinden. Die Erweiterung des ersten Bauteils umfasst lediglich einen L-förmigen, vier- bzw. fünfgeschoßigen und aus insgesamt sechs Stiegenhäusern bestehenden Wohnblock, der sich im Süden der Anlage unmittelbar vor der zur benachbarten Schule gehörenden Rundturnhalle befindet. An der West- als auch an der Südfassade dominieren jeweils vier Risalite, die durch vorgelagerte Loggien gebildet werden. Eine ebenfalls L-förmige Bebauung weist der fünfte Bauteil auf, der aus insgesamt neun Stiegenhäusern, zusammengefasst zu drei Baugruppen besteht. Jede Wohnung der sechs- bis neungeschoßigen Gebäude verfügt über je eine größtenteils in die Gebäudekubatur integrierte Loggia, die an den Fassaden als Risalite in Erscheinung treten. Die Wohngebäude sind allesamt unterkellert, wobei der Keller ein halbes Geschoß aus dem Terrain ragt, was wiederum die - auch farblich abgesetzte - Sockelzone bildet. An den Gebäuden der Wohnhausanlage wurde teils noch keine thermische Sanierung durchgeführt, daher ist die für die Fertigteilbauweise typische Fassadenrasterung bestens erkennbar. An den Nord- bzw. Westfassaden der Wohnbauten des ersten Bauteils dominieren je Stiegenhaus vorgesetzte Lifttürme, deren Außenwandplatten je Geschoß abwechselnd rot und grau gefärbt sind (vgl. dazu Wohnhausanlage Thürnlhofstraße 21-23, Karl-Meisel-Hof). Zusätzlich werden die Eingänge wie bei den Wohnbauten ohne Lift durch von zwei Stahlsäulen gestützte Betonvordächer markiert. Im Gegensatz zu den Fertigteil-Wohnbauten von Oskar und Peter Payer sind an beiden Schmalseiten Fensteröffnungen und gelegentlich auch Loggien angeordnet.
Edgar Göth - Edgar Göth (geb. 1933) studierte von 1952 bis 1957 an der Akademie für angewandte Kunst in Wien, wo er die Meisterklasse von Prof. Franz Schuster besuchte. Nach seinem Studium war er einige Jahre in Stockholm als Architekt beschäftigt. 1963 kehrte er nach Wien zurück, wo er bis zu seiner Pensionierung 1998 als selbstständiger Architekt vor allem für die Gemeinde Wien tätig war. Zu seinen wichtigsten Bauten gehören die Wohnhausanlagen Engerthstraße 150 (Wien 2; 1974-1979, gemeinsam mit Arch. Fickl) und Vorgartenstraße 177 (Wien 2; 1979-1984).
Wiener Stadtbauamt, MA19 - -
Die Bildhauerin Susanne Peschke-Schmutzer gestaltete die Kunststein- und Spielplastik "Trojanisches Pferd", die sich im südlichen Innenhof des ersten Bauteils befindet.