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Heiligenstädter Straße 167-171

Hof-Informationen Heiligenstädter Straße 167-171

Detailinformationen

Heiligenstädter Straße 167-171

Adresse

Heiligenstädter Straße 167-171, 1190 Wien

Heiligenstädter Straße 167-171, 1190 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1960 - 1962

Anzahl an Wohnungen

40

Architekt*in

Jaro K. Merinsky

Wohnungen

40

Waschküchen

1

Stiegen

3

Lokale

7

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.

Die Straße, in der das Wohnhaus steht, trägt seit 1874 die Bezeichnung Heiligenstädterstraße. Sie wurde um 1705 Nußdorfer Weg, 1721-1894 Nußdorferstraße genannt.

Das Gebiet rund um die heutige Wohnhausanlage wird erstmals 1114 als Nuzdorf urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von den zahlreichen Nussbäumen ab. Weinbau war einst die wichtigste Einnahmequelle der Bewohner, man profitierte jedoch auch vom Fischfang. Ebenfalls gewinnbringend war das Recht, Menschen und Waren über die Donau zu transportieren. Der Nussdorfer Hafen war seit dem 16. Jahrhundert der wichtigste Donauhafen Wiens und verlor erst nach 1800 an Bedeutung. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts siedelten sich in der Gegend große Gewerbebetriebe an.

Architektur und Kunst

Der fünf Geschoße umfassende Wohnblock zeichnet sich durch seinen einfachen, funktionalen Aufbau aus. Die Fenster sind schmucklos in die Fassade eingeschnitten, und die oberen Geschoße werden durch eine Nut vom etwas gröber verputzten Erdgeschoß differenziert.

Die drei Eingänge zum Wohnblock liegen an der Straßenfassade und akzentuieren die Wand mit ihren breit verglasten darüber liegenden Stiegenhausachsen. Fallweise wird die Erdgeschoßzone von großen Geschäftsfenstern durchbrochen.

Belebt wird die Fassade zusätzlich durch drei Dachaufbauten, die etwas versetzt zu den verglasten Stiegenhausachsen liegen. Ein Durchgang führt in den teilweise begrünten Innenhof. Die Hoffassade ist analog zur Straßenfassade ebenfalls sehr schlicht gestaltet, allerdings gibt es hier auch Achsen mit Balkonen.

Jaro K. Merinsky - Jaroslav Karl Merinsky (geb. 1895 in Sarajevo, verst. 1978 in Linz) erhielt seine Ausbildung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt, an der Akademie der bildenden Künste Wien sowie an der Technischen Hochschule Wien. An der TH Wien stand er auch von 1956 bis 1957 der Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur als Dekan vor und bekleidete von 1962 bis 1963 das Amt des Rektors. Anschließend war Merinsky von 1964 bis 1967 Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem die Wohnhausanlagen Rainergasse 26-28 in Wien 4 (1950-1951, mit Carl Rössler) und Heiligenstädter Straße 167-171 in Wien 19 (1960).

Dokumente