Detailinformationen
Adresse
Paradisgasse 62, 1190 Wien
Paradisgasse 62, 1190 Wien
Paradisgasse 62, 1190 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1960 - 1961
Anzahl an Wohnungen
38
Architekt*in
Georg Lippert
Wohnungen |
38 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
5 |
Lokale |
6 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die Grinzinger Allee verbindet die einstigen Orte Unterdöbling und Grinzing miteinander. Sie trägt diesen Namen seit 1894 und erinnert damit an die ehemals eigenständige Gemeinde Grinzing. Ursprünglich wurde sie als Wiener Straße bzw. Grinzinger Straße bezeichnet.
Um die Jahrhundertwende gab es in der Nähe des heutigen Wohnbaus noch zahlreiche unverbaute Grünflächen. Der Großteil der Häuser entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg, viele Gebäude wurden während des Krieges zerstört. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde 1902 der Bahnhof Grinzing eröffnet, der bis 2007 als Betriebsgarage für Straßenbahnen und Busse genutzt wurde.
Architektur und Kunst
Die dreigeschoßige Wohnhausanlage Ecke Grinzinger Allee/Paradisgasse besteht aus zwei autonomen Bauteilen. Der kleinere Wohnblock beherbergt ein Stiegenhaus und liegt direkt an der Grinzinger Allee. Der zweite Bauteil umfasst vier Stiegen und verläuft parallel zur Paradisgasse. Zwischen den beiden Wohnbauten ist ein parkähnlicher Innenhof angelegt, der sich nach Nordwesten öffnet. Die Wohnungen beider Trakte sind ausschließlich über den gemeinsamen Hof zugänglich. Die gesamte Anlage zeichnet sich durch eine schlichte und klare Gestaltung aus. Die glatte Fassade gliedert sich in Fensterachsen, die Öffnungen sind knapp in die Mauerfläche eingeschnitten. Im Erdgeschoß des vorderen Wohnblocks sind Geschäftslokale untergebracht. An den straßenseitigen Fassaden lockern mehrere Achsen mit Balkonen den insgesamt eher strengen Gesamteindruck auf.
Georg Lippert - Georg Lippert (1908-1992) studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien und besuchte an der Akademie der bildenden Künste die Meisterklasse von Clemens Holzmeister, in dessen Büro er auch mitarbeitete. Von 1939 bis 1945 führte er mit Kurt Klaudy ein gemeinsames Atelier. In diesen Jahren entstand unter anderem ein Jagdschloss für den bulgarischen König bei Plovdiv (Bulgarien). Nach dem Zweiten Weltkrieg galt Lippert als einer der fortschrittlichsten Architekten Österreichs und seine Bauten waren Statussymbole für den wirtschaftlichen Aufschwung. In Wien entwarf er unter anderem den Opernringhof (Wien 1, 1955-1957, mit Carl Appel), die Hoffmann-La Roche-Zentrale beim Belvedere (Jacquingasse 16-18, Wien 3, 1959-1961) und das IBM-Verwaltungsgebäude (Obere Donaustraße, Wien 2, 1969-1971).