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Weimarer Straße 110

Hof-Informationen Weimarer Straße 110

Detailinformationen

Weimarer Straße 110

Adresse

Weimarer Straße 110, 1190 Wien

Weimarer Straße 110, 1190 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1954 - 1955

Anzahl an Wohnungen

34

Architekt*in

Friedrich Punzmann

Wohnungen

34

Waschküchen

1

Stiegen

3

Lokale

2

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Weimarer Straße trägt ihren Namen seit 1919 als Ausdruck der Verbundenheit mit der neu gegründeten deutschen Republik. Weimar war Sitz der Nationalversammlung, daher wird diese Periode der deutschen Politik von 1918 bis 1933 als Weimarer Republik bezeichnet.

Diese großzügige Anlage wurde in der Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg in einem noblen Villenviertel errichtet. Dadurch konnte auch Bevölkerungsgruppen, für die dies bis dahin unmöglich gewesen wäre, ein Leben in Grünruhelage ermöglicht werden - bei gleichzeitig guter infrastruktureller Versorgung und Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz.

Architektur und Kunst

Ein Mäuerchen und eine Hecke grenzen den umlaufenden Garten dieser Wohnhausanlage von der mit zahlreichen Bäumen bepflanzten Straße ab. Entlang der linken Grundstücksgrenze führt ein Gehweg über das leicht abfallende Gelände zu den drei Häusern. Diese sind parallel zum Straßenverlauf und zueinander ausgerichtet. Zwischen den Baublöcken gibt es einen Spielplatz und mehrere Sitzgelegenheiten. Während das von der Straße aus erste und dritte Haus jeweils über drei Geschoße verfügen, weist der mittlere Trakt nur zwei Stockwerke auf, sodass alle Wohnungen viel Sonnenlicht empfangen. Abgestufte Faschen umrahmen die Fenster; zur Weimarer Straße hin finden sich französische Fenster und im Erdgeschoß ein Erker. Für die Zeit eher untypisch ist der Natursteinsockel: Dieser entstand vermutlich in Anlehnung an die Gestaltung der umliegenden Wohnbauten, wodurch sich diese kleine Anlage gut in die Umgebung einfügt.

Friedrich Punzmann - Friedrich Punzmann (1901-1982) war ab 1920 an der Technischen Hochschule Wien inskribiert. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem den Bauteil Schleifgasse des Conrad-Lötsch-Hofes in Wien 21 (1961/62) und gemeinsam mit Anton Valentin das Wohnhaus Braunhirschengasse 13 in Wien 15 (1967-1969). Punzmann war auch an Plänen zum Kopenhagen-Hof in Wien 19 (Schegargasse 13-15, 1956-1958) beteiligt.

Im Vorgarten befindet sich die Natursteinplastik "Sitzender Knabe" des Bildhauers Ludwig Schmidle.

Dokumente