Detailinformationen
Adresse
Grinzinger Straße 49, 1190 Wien
Grinzinger Straße 49, 1190 Wien
Sandgasse 52, 1190 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1953 - 1954
Anzahl an Wohnungen
18
Architekt*in
Martha Bolldorf-Reitstätter
Wohnungen |
18 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Grinzinger Straße trägt ihren Namen seit 1894 und erinnert damit an die ehemalige Gemeinde Grinzing, die 1114 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der einstige Vorort gehört seit 1892 zu Döbling, dem 19. Wiener Gemeindebezirk.
Die Grinzinger Straße ist im oberen Bereich vor allem durch eine lockere Verbauung mit mehreren frei stehenden Villen und Wohnhäusern mit Gärten geprägt. Der Großteil der Gebäude stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts oder wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet. Auf der Höhe der Wohnhausanlage beginnt eine dichtere, zum Teil geschlossene Verbauung mit Resten des dörflichen und vorstädtischen Altbestandes.
Architektur und Kunst
Die zweigeschoßige Wohnhausanlage besteht aus zwei autonomen Wohnblöcken, die auf einem dreieckigen Areal zwischen der Grinzinger Straße und der Sandgasse errichtet wurden. Die rechteckigen Bauteile sind parallel, aber leicht versetzt angeordnet und durch eine Pergola miteinander verbunden. Zwischen den beiden Wohnbauten verläuft ein Verbindungsweg, der von der Grinzinger Straße zur Sandgasse führt. Die beiden überdachten Hauseingänge liegen einander schräg gegenüber und sind über den Verbindungsweg zugänglich. Davor befindet sich jeweils ein kleiner Platz mit Ruhebänken, der den kompakten, aber offenen Charakter der Wohnanlage betont. Auffallend ist die rötliche Färbung der glatten Fassade, wodurch sich der Wohnbau von den umliegenden Gebäuden abhebt. Einfache Fensterachsen gliedern die Fassaden, einzelne Balkone lockern den Gesamteindruck auf. Der einheitliche Charakter der beiden Wohnhäuser wird durch Giebeldächer und Dacherker nochmals unterstrichen.
Martha Bolldorf-Reitstätter - Martha Bolldorf-Reitstätter (1912-2001) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Clemens Holzmeister, in dessen Büro sie auch bis 1938 arbeitete. Die mit dem Architekten Leo Bolldorf verheiratete Trägerin mehrerer Auszeichnungen errichtete zahlreiche Wohnanlagen und öffentliche Bauten, beschäftigte sich v. a. in der NS-Zeit mit Stadtplanung, wirkte später auch als Restauratorin und veranstaltete Ausstellungen.