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Grinzinger Straße 123-131

Hof-Informationen Grinzinger Straße 123-131

Detailinformationen

Grinzinger Straße 123-131

Adresse

Grinzinger Straße 123-131, 1190 Wien

Grinzinger Straße 123-131, 1190 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1951 - 1951

Anzahl an Wohnungen

58

Architekt*in

Wilhelm Kaiser, Rudolf Kolowrath

Wohnungen

58

Waschküchen

2

Stiegen

6

Lokale

1

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Grinzinger Straße - ehemals Heiligenstädterstraße - ist zur Erinnerung an den ehemaligen Vorortnamen Grinzing seit 1894 so benannt. Bereits 1114 urkundlich erwähnt, wurde sie 1892 dem 19. Bezirk angeschlossen.

Das Gebiet rund um die heutige Wohnhausanlage wird erstmals 1114 als Nuzdorf urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich von den zahlreichen Nussbäumen ab. Weinbau war einst die wichtigste Einnahmequelle der Bewohner, man profitierte jedoch auch vom Fischfang. Ebenfalls gewinnbringend war das Recht, Menschen und Waren über die Donau zu transportieren. Der Nussdorfer Hafen war seit dem 16. Jahrhundert der wichtigste Donauhafen Wiens und verlor erst nach 1800 an Bedeutung. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts siedelten sich in der Gegend große Gewerbebetriebe an.

Architektur und Kunst

Die Wohnhausanlage umfasst einen nach der Grinzinger Straße orientierten Baublock sowie vier, parallel zueinander liegende Häuser, die ebenfalls auf dem Grundstück errichtet wurden.

Die zur Straße hin geöffnete Anlage bricht mit der Wiener Tradition der intimen, geschlossenen Hofform, und zwischen den Wohnhäusern liegen großzügige, begrünte Freiflächen. Die einzelnen Häuser sind meist nicht mehr als drei Stockwerke hoch und sehr schlicht gestaltet. Die glatten Fassaden werden nur durch dezent profilierte Fensterrahmungen und den groben Putz im Sockelbereich akzentuiert. Gelegentlich gibt es Balkonachsen an den Längsseiten der Gebäude, meist dominiert hier aber der Wechsel unterschiedlicher Fensterformen (hochrechteckig, quadratisch etc.). Die Schmalseiten der Häuser weisen jeweils nur eine Fensterachse auf. Die aus der Mitte gerückten, schmalen Eingänge jedes Gebäudes werden von einer abgetreppten Steinrahmung umgeben.

Wilhelm Kaiser - Wilhelm Kaiser (1899-1966) plante unter anderem gemeinsam mit Rudolf Kolowrath die kommunalen Wohnhäuser Justgasse 6-14 in Wien 21 (1950/51) und Sturgasse 3-5 in Wien 2 (1954-1956). Mit Johann Stöhr realisierte er die Wohnhausanlage Rustenschacherallee 44-56 in Wien 2 (1954).

Rudolf Kolowrath - Rudolf Kolowrath (geb. 1922) studierte Architektur bei Erich Boltenstern an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für die Gemeinde Wien plante er etwa die Wohnhausanlage Rothenburgstraße 3 in Wien 12 (1953-1955) und zusammen mit Wilhelm Kaiser die Anlagen Justgasse 6-14 in Wien 21 (1950/51) und Sturgasse 3-5 in Wien 2 (1954-1956).

An einer der Fronten befindet sich ein Mosaikwandbild von Emil Roth. Das 1952/53 entstandene Kunstwerk trägt den Titel "Weingarten".

Dokumente