Detailinformationen
Adresse
Krottenbachstraße 40, 1190 Wien
Krottenbachstraße 40, 1190 Wien
Saileräckergasse 1, 1190 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1966 - 1970
Anzahl an Wohnungen
55
Architekt*in
Alois Brunner
Wohnungen |
55 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
4 |
Lokale |
9 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die Krottenbachstraße stellt die Hauptverbindung zwischen Oberdöbling und den Weinbauorten Salmannsdorf und Neustift her, sie hieß deshalb bis zur Eingemeindung dieser Heurigendörfer Neustiftgasse. 1894 wurde sie nach dem hier verlaufenden Krottenbach benannt, der 1908 eingewölbt wurde.
In der Krottenbachstraße und einigen Querstraßen wurde nach dem 2. Weltkrieg bis in die 1970er-Jahre eine größere Anzahl von Gemeindebauten errichtet. Dies ist eine der letzten im Zuge dieses Bebauungsplanes realisierten Anlagen. Bei der Errichtung wurde in der Geschäftszone eine Bankfiliale untergebracht, deren ehemalige Räumlichkeiten jedoch nunmehr in mehrere Geschäftslokale unterteilt wurden. Bereits bei der Erbauung wurden in diesem Haus Aufzüge vorgesehen.
Architektur und Kunst
Dieses Gebäude wurde auf U-förmigem Grundriss errichtet und schließt die städtische Wohnhausanlage Krottenbachstraße 42 - 46 zur Flotowgasse hin ab. Der von diesen beiden Häusern gemeinsam genutzte gärtnerisch gestaltete Innenhof ist über jeweils zwei Durchgänge von der Krottenbachstraße und der Saileräckergasse zu erreichen. Die Anlage wurde durchwegs fünfgeschoßig geplant, ein Großteil der Wohnungen ist durchgebunden und kann somit quergelüftet werden. An den nach Süden und Osten weisenden Fassaden wurden zudem Balkone vorgesehen. Die Fronten sind sehr zurückhaltend gestaltet, lediglich an der Fassade zur Saileräckergasse finden sich Farbfelder, die aus längs und quer laufenden Streifen in verschiedenen Grau- und Brauntönen zusammengesetzt sind. Davon abgesehen werden die Fronten ausschließlich durch Fenster gegliedert und durch deren unterschiedliche Formate belebt. Ohne jede Rahmung sitzen diese in den Mauerflächen. Einheitlich ist auch die Gestaltung der Sockel, welche gröber verputzt und farblich abgesetzt wurden.
Alois Brunner - Alois Brunner (1921-1983) studierte von 1937 bis 1943 Architektur bei Franz Schuster an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Nach dem Studium arbeitete er zunächst bei verschiedenen Baufirmen mit und machte sich 1950 als Architekt selbständig. Zu Beginn war Alois Brunner vorwiegend im Wiederaufbau tätig. Zahlreiche Wohn- und Geschäftsbauten wurden nach seinen Entwürfen errichtet, wie etwa für die Gemeinde Wien die Wohnhäuser Vollbadgasse 1 in Wien 17 (1962-1964) und Krottenbachstraße 40 in Wien 19 (1966-1970).
Sämtliche hofseitigen Hauseingangsbereiche wurden mit Mosaiken verziert, und zwar entwarfen folgende Künstler jeweils zwei Türumrahmungen: "Rinder und Ziegen" - Leopold Birstinger, "Hühner" bzw. "Kuh mit Kalb" - Erna Gunses-Frank, "Ziege mit Zicklein" und "Zicklein auf der Weide" - Hermann Bauch, "Gänse" und "Schweine" - Otto Swoboda, "Weide bei Sonnenaufgang" bzw. "Weide bei Nacht" - Alfred Kirchner sowie "Pferde" - Therese Schütz-Leinfellner.