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Theresiengasse 69-71

Hof-Informationen Theresiengasse 69-71

Detailinformationen

Theresiengasse 69-71

Adresse

Theresiengasse 69-71, 1180 Wien

Theresiengasse 69-71, 1180 Wien

Schopenhauerstraße 23, 1180 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1983 - 1983

Anzahl an Wohnungen

29

Architekt*in

Maria Tölzer, Peter Tölzer

Wohnungen

29

Waschküchen

1

Stiegen

2

Lokale

2

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.

Unklar ist, woher die Benennung der Theresiengasse stammt, möglicherweise nach Theresia Klettenhofer (1813-1898), der Ehefrau des damaligen Bürgermeisters von Währing.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war dieses Gebiet des alten Währing vorwiegend landwirtschaftlich genutzt und erfreute sich bei den Wienern als Sommerfrische einiger Beliebtheit. Nach der Aufhebung des "Bauverbots aus fortifikatorischen Rücksichten" 1858 kam es hier zu einem wahren Bauboom und es vervielfachte sich die Bevölkerung in den folgenden Jahrzehnten, sodass 1890 ein dicht verbautes Gebiet in die Stadt Wien eingemeindet wurde. Ab Mitte der 1970er-Jahre errichtete die Stadt Wien in diesem Viertel wiederum einige neue Wohnhäuser.

Architektur und Kunst

Dieses große Eckhaus dominiert mit seiner auffälligen Erscheinung die Kreuzung in dem hauptsächlich mit gründerzeitlichen Häusern dicht verbauten Gebiet. An der Fassade zur Schopenhauerstraße sind mit Ausnahme der ganz rechten Achsen alle Fenster in relativ flachen Erkertürmen eingelassen. Diese Zweischichtigkeit der Fassade ist durch die Farbgebung - gelb die tieferen Partien, weiß die vortretenden - noch zusätzlich betont. Das Erdgeschoß mit zwei Geschäftslokalen und der Garageneinfahrt wird sehr deutlich von den vier darüber liegenden Stockwerken abgesetzt. Eine ähnliche Gestaltungsweise findet sich an der Front zur Theresiengasse, wo auch der sehr tief eingeschnittene Hauseingang angelegt wurde. Wegen des ansteigenden Geländes sind links davon jedoch nur noch Souterrainfenster aus Glasziegeln vorgesehen, welche Wirtschaftsräume belichten.

Maria Tölzer - Maria Tölzer (1908-1998), zunächst im pädagogischen Bereich tätig, studierte bei Prof. Franz Schuster an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Zu ihren bekanntesten Werken, die vielfach in Arbeitsgemeinschaft mit ihrem Ehemann Peter Tölzer entstanden, gehört der 1947-1948 errichtete Kindergarten in der Per-Albin-Hanson-Siedlung West. Die Architektin entwarf aber auch Kinderspielzeug, gestaltete eine Vielzahl von Interieurs und veranstaltete Ausstellungen.

Peter Tölzer - Peter Tölzer (1910-1997) arbeitete nach seiner Ausbildung an der Kunstgewerbeschule im Graphikatelier Josef Binder. Nach dem 2. Weltkrieg begann er eine neue Karriere als Architekt mit einem Studium bei Clemens Holzmeister und Erich Boltenstern. In Arbeitsgemeinschaft mit seiner Ehefrau Maria Tölzer entstanden z. B. 1959-1962 Bauteil 11 der Wohnhausanlage in Wien 10, Eisenstadtplatz, oder der 1975-1976 realisierte Ernst-Papanek-Hof.

Ein im Einreichplan vorgesehenes Mosaik im Erdgeschoß links vom Haustor kam nicht zur Ausführung.

Dokumente