Detailinformationen
Adresse
Wielemansgasse 18-22, 1180 Wien
Wielemansgasse 18-22, 1180 Wien
Czartoryskigasse 19, 1180 Wien
Alsegger Straße 2, 1180 Wien
Schöffelgasse 13, 1180 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1956 - 1958
Anzahl an Wohnungen
65
Architekt*in
Karl Musil
Wohnungen |
65 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
7 |
Lokale |
6 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Wielemansgasse wurde 1912 nach dem Architekten Alexander Wielemans, Edler von Monteforte (1843-1911), benannt, der u. a. den Justizpalast, die Breitenfelder und Ottakringer Pfarrkirche, das Grazer Rathaus und die Redoutensäle baute.
An den Rand der bestehenden Verbauung wurde diese Anlage platziert und ermöglichte damit Menschen, für die dies bis dahin kaum erreichbar gewesen wäre, das Wohnen in Grünruhelage. Wohl in Voraussicht auf die damals gerade beginnende Motorisierung breiter Bevölkerungskreise wurde hier bereits bei der Errichtung ein Abstellraum für Motorräder und ein Abstellplatz für einige Autos vorgesehen.
Architektur und Kunst
In ein parkartig gestaltetes, stark abfallendes Gelände wurde hier eine zumeist dreigeschoßige Anlage mit vier unterschiedlich großen Häusern erbaut, nur das am tiefsten gelegene weist ein zusätzliches Sockelgeschoß auf. In den Dachgeschoßen wurden bereits bei der Errichtung Wohnungen vorgesehen. Die Stiegenhäuser sind durch eine leicht abweichende Farbgebung an der Fassade erkennbar und werden durch Mosaike zusätzlich hervorgehoben. Die Fassaden wurden betont schlicht gestaltet, sodass sie als "Rahmen" hinter die abstrakten Mosaike zurücktreten, die der eigentliche Blickfang dieser Anlage sind. Die Hauseingänge zeigen die zeittypische Form einer sich von unten nach oben verbreiternden Umrahmung, die am Türsturz ein kleines Vordach ausbildet, dahinter verlaufen die nordseitig angelegten Stiegenhäuser. An den Südfassaden sorgen französische Fenster und Balkone für Belichtung und Belüftung.
Karl Musil - Zur Ausbildung des Architekten Karl Musil (1924-1996) sind keine Daten bekannt. Für die Gemeinde Wien plante er unter anderem die Wohnhausanlage Wielemansgasse 18-22 in Wien 18 (1956-1958). In seiner langjährigen Bürogemeinschaft mit Otto Ceska entstand zuletzt das Wohnhaus Promenadegasse 44 in Wien 17 (1991/92).
Herbert Toni Schimek, Helga Brandt, Karl Langer, Kurt Conrad Loew, Alfred Mieses und Oskar Schmal gestalteten die Mosaikbilder "Mäander", welche über den Haustoren der Anlage angebracht wurden, Johannes Wanke das Mosaikwandbild "Ornamentale Flächenfüllung".