Detailinformationen
Adresse
Hockegasse 9, 1180 Wien
Hockegasse 9, 1180 Wien
Alsegger Straße 55, 1180 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1928 - 1929
Anzahl an Wohnungen
33
Architekt*in
Paul Gütl
Wohnungen |
33 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
4 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Hockegasse ist seit 1894 nach dem Stadtschreiber Nikolaus Hocke (1628-1691) benannt. Er hielt unter anderem die Geschehnisse der zweiten Türkenbelagerung Wiens von 1683 schriftlich fest.
In diesem locker verbauten Gebiet wurden in den späten 1920er- und frühen 1930er-Jahren eine ganze Reihe kleinerer und mittelgroßer Gemeindebauten errichtet. Dadurch ermöglichte man Bevölkerungsgruppen, für die das bis dahin kaum möglich gewesen wäre, das Wohnen in Grünruhelage.
Architektur und Kunst
Die Anlage hat vier Geschoße, wobei diese an der Ecke turmartig erhöht sind. In diesem Bereich des Dachbodens waren ursprünglich eine Wohnung mit Balkon zur Alseggerstraße und ein Atelierraum zur Hockegasse vorgesehen. Von der Hockegasse aus führt der Hauseingang in einen begrünten Innenhof, der um einiges tiefer liegt als die Gärten der angrenzenden Häuser, da das Gelände hier recht steil ansteigt. Von diesem Hof aus kann man die drei Stiegen erreichen. An diesem Wohnhaus mit seinen reduzierten Baumassen lässt sich eine allgemeine Tendenz der Gemeindebauarchitektur in den später 1920er-Jahren ablesen, nämlich der Trend zur Versachlichung der Formensprache. Dieser zeigt sich insbesondere bei den Schülern Otto Wagners.
Paul Gütl - Paul Gütl (1875-1944) studierte bis 1902 an der Akademie der bildenden Künste unter anderem bei Otto Wagner. Eines seiner ersten Werke ist das Rathaus in Spital am Semmering (1906/07). Ab 1925 errichtete er, zunächst zusammen mit Camillo Discher, mehrere Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien. Diese gemeinsamen Arbeiten zeigen noch romantisierende, expressionistische Formen, während Gütl später einen zunehmend sachlichen Stil entwickelte.