Detailinformationen
Adresse
Gentzgasse 45, 1180 Wien
Gentzgasse 45, 1180 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1926 - 1926
Anzahl an Wohnungen
27
Architekt*in
Siegmund Katz
Wohnungen |
27 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
4 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Gentzgasse wurde 1894 nach dem politischen Schriftsteller Friedrich von Gentz (1764-1832) benannt. Er verfasste 1809 und 1813 die Kriegsaufrufe gegen Napoleon. 1814/1815 war Gentz Protokollführer auf dem Wiener Kongress und danach enger Mitarbeiter des Fürsten Metternich.
Dieser Gemeindebau befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Amtshauses Wien-Währing. Bereits bei der Errichtung in den 20er-Jahren stattete der Architekt eine Wohnung in diesem Haus mit einem Badezimmer aus. Ein straßenseitig gelegener Saal im Erdgeschoß wurde 1934 in eine weitere Wohnung umgewandelt. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.
Architektur und Kunst
Dieses Gebäude sollte eine Baulücke zwischen gründerzeitlichen Wohn- und Geschäftshäusern schließen. Der Architekt wollte einerseits die Fassadengestaltung an die benachbarten Bauwerke anpassen, gleichzeitig aber auch den Anforderungen des neuen Wohnens gerecht werden. Dadurch entstand eine zeittypische Mischung aus Tradition und Modernismus. An der streng symmetrischen Fassade dieses sechsgeschoßigen Hauses wirken einander horizontale Gliederungselemente wie Gesimse und vertikale Achsen entgegen: So finden sich im Erdgeschoß auf beiden Seiten des Portals je vier gleich große Fenster, während in den darüber liegenden Stockwerken die zehn Achsen rhythmisch angeordnet sind, was durch die geraden Überdachungen noch betont wird. Die links und rechts ganz außen liegenden weisen jeweils ein dreiteiliges Fenster auf, nach innen sind je drei zweiteilige Fenster zu Gruppen zusammengefasst, während die beiden mittleren Achsen wiederum dreiteilige Fenster zeigen. Darüber sitzen die beiden Spitzgiebel, welche die Fassadenfront abrupt abschließen. Durch den zentral gelegenen Hauseingang gelangt man in einen begrünten Innenhof, von wo aus die beiden Stiegenhäuser zu betreten sind.
Siegmund Katz - Siegmund Katz (1879-?) studierte von 1902 bis 1905 Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien, unter anderem bei Friedrich Ohmann. Nach seinen Plänen entstanden die Wohnhausanlagen Genztgasse 45 in Wien 18 und ein Teil des Pokorny-Hofes (Wexstraße 14-18, Wien 20). Die Zuordnung weiterer Bauwerke ist nicht gesichert. 1941 wurde Katz nach Lodz in Polen deportiert, Todesdatum und -ort sind unbekannt.