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Schopenhauerstraße 86

Hof-Informationen Schopenhauerstraße 86

Detailinformationen

Schopenhauerstraße 86

Adresse

Schopenhauerstraße 86, 1180 Wien

Schopenhauerstraße 86, 1180 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1924 - 1925

Anzahl an Wohnungen

14

Architekt*in

Hans Pfann

Wohnungen

14

Waschküchen

0

Stiegen

1

Lokale

1

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Waschküchen.

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Straße (vormals: Wiener Straße) wurde 1894 nach dem Philosophen Arthur Schopenhauer (1788-1860) benannt. 1819 erschien sein Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung", worin Schopenhauer ein groß angelegtes System seiner pessimistisch und empirisch begründeten Metaphysik des Lebens entfaltet.

Dieses Wohnhaus wurde im damals bereits dicht verbauten Gebiet errichtet. Vermutlich deshalb wurde mit der Planung Hans Pfann beauftragt, ein Architekt, dem es gelingen konnte, den neuen Gemeindebau an die umliegenden Gebäude anzupassen und gleichzeitig den Anforderungen, die seitens der Stadtverwaltung an ein solches Wohnhaus gestellt wurden, gerecht zu werden.

Architektur und Kunst

Bei diesem kleinen Gebäude handelt es sich um eine Baulückenschließung zwischen biedermeierlichen und gründerzeitlichen Zinshäusern. Hans Pfann, einer der konservativeren Architekten, die damals am Wiener Gemeindebau beschäftigt waren, war für diese Aufgabe besonders geeignet. Ihm gelang es, einerseits die Fassadengestaltung an die benachbarten Bauwerke anpassen und andererseits dennoch den Anforderungen für zeitgemäße Wohnungen gerecht zu werden. Von den fünf Geschoßen erscheint das unterste etwas höher und ist durch ein Gesims sehr nachdrücklich von den darüber liegenden abgesetzt. Der erste, zweite und dritte Stock sind durch eine recht flache Pilasterordnung zusammengefasst, darüber setzt ein weiteres Gesims das oberste Geschoß wiederum deutlich ab, das auch leicht zurücktritt. Die Straßenfassade verfügt lediglich über vier Achsen, wobei die ansonsten strenge Symmetrie im Erdgeschoß unterbrochen ist: Wegen eines Quertraktes im Hof ist der Straßeneingang nicht mittig angelegt. Die Türe des tief eingeschnittenen Portals ist im Original erhalten. Tageslicht erhalten die Wohnungen durch dreiflügelige Breitformatfenster, die in den drei mittleren Geschoßen durch darüber und darunter angebrachte gerade Gesimse betont werden. An zentraler Stelle finden sich Putzornamente, die ebenso aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg stammen könnten.

Hans Pfann - Hans Pfann (1890-1973), Schwiegersohn von Friedrich Ohmann, studierte ab 1908 an der Technischen Hochschule Wien (u. a. bei Max Fabiani), wo er 1924 promovierte. Bereits ab 1924 bis in die 1960er-Jahre plante er Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien und private Wohnhäuser. Zusätzlich war er vor allem als Innenausstatter, wie etwa bei der Umgestaltung des Spielcasinos Baden (1937/38), und als Gartenarchitekt tätig. Bis 1961 hatte er eine Professur an der TU Wien inne.

Dokumente