Detailinformationen
Adresse
Theodor-Sickel-Gasse 16-20, 1100 Wien
Theodor-Sickel-Gasse 16-20, 1100 Wien
Florian-Geyer-Gasse 3-5, 1100 Wien
Economogasse 4-6, 1100 Wien
Emil-Ottenthal-Gasse 2, 1100 Wien
Endlichergasse 1, 1100 Wien
Florian-Geyer-Gasse 6-8, 1100 Wien
Holzknechtstraße 41-45, 1100 Wien
Endlichergasse 3-5, 1100 Wien
Economogasse 8-10, 1100 Wien
Endlichergasse 2-4, 1100 Wien
Theodor-Sickel-Gasse 14, 1100 Wien
Florian-Geyer-Gasse 1, 1100 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1930 - 1931
Anzahl an Wohnungen
730
Architekt*in
Karl Schmalhofer
Wohnungen |
730 |
|---|---|
Waschküchen |
18 |
Stiegen |
37 |
Lokale |
12 |
Fahrradbox |
Ja |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 18 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Florian-Geyer-Gasse erhielt ihren Namen 1932. Florian Geyer (1480-1525) war ein fränkischer Ritter und spielte eine führende Rolle im Bauernaufstand von 1524/25. Gerhard Hauptmann widmete ihm ein Theaterstück.
Am Laaer Berg befand sich vor über 250 Jahren die ehemalige "Hutweiden" mit Wiesen und Teichen. Joseph II. ließ auf dem Gelände einen Pavillon errichten, der später durch ein Biedermeier-Schlössl ersetzt wurde. 1857 gelangte der Ziegelfabrikant Heinrich Drasche in den Besitz des Schlössls. Er errichtete auf dem Gebiet Ziegeleien. 1903 erwarb das St.-Leopolds-Kloster das Schlössl für die Pflege von verwahrlosten Kindern. Im Anschluss übernahm es die Stiftung der Barmherzigkeit für unheilbar Kranke. Nach dem 1. Weltkrieg übertrug die finanzschwache Stiftung das Schlössl der Gemeinde Wien. Diese ließ das inzwischen verwahrloste Bauwerk abreißen. Heute prägen riesige Wohnhausanlagen, Wohnsiedlungen und weitläufige Parks das Gelände. Die bekannteste Anlage der Zwischenkriegszeit im 10. Bezirk ist die Siedlung Süd-Ost (1921, 1927, 1929) von Franz Schacherl (1895-1943). 1951 konnte die Per-Albin-Hansson-Siedlung-West eröffnet werden.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage Florian-Geyer-Gasse am Laaer Berg weist eine gartenstadtartige Bebauung auf. Sie besteht aus mehreren flachen Baublöcken, geschwungenen Straßen und großen, parkähnlichen Grünflächen. Die Höfe bestehen aus einzelnen T-förmigen Häusern, an der Grundstückgrenze aneinander gereiht. Diese Lösung wurde gewählt, weil das Gelände kein strenges, städtebauliches Muster erlaubt. Durch diese offene Blockbebauung entstehen teils raumschließende und teils raumausgrenzende Seiten. Die Fassaden an den Straßenseiten und in den Innenhöfen sind schlicht. Die Fensterreihen der drei- bis vierstöckigen Wohnblöcke ziehen sich wie Bänder rund um die Anlage. Trapezförmig gestaltete Erker und Gesimse setzen Akzente. Im Eingangsbereich werden rechteckige Erker scheinbar von viereckigen Säulen getragen. Balkone sind nur vereinzelt vorhanden. Als gestalterisches Element setzt Architekt Karl Schmalhofer auch kleine Fenster in Vierergruppen ein.
Karl Schmalhofer - Karl Schmalhofer (1871-1960) studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Als Architekt des Wiener Stadtbauamtes errichtete er zahlreiche Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien. Sein bedeutendstes Werk ist das gemeinsam mit Otto Nadel erbaute Amalienbad (Wien 10, Reumannplatz).
Die Wohnhausanlagen am Laaer Berg zeigen schlichte, funktionelle Baukörper mit wenigen schmückenden Elementen. Optisch interessant gestalten sich die Treppen. Die Stufen und Geländer winden sich auf einigen Stiegen schneckenförmig nach oben. Über einigen Fenstern sind in die Fassade eingelassene Dreiecke zu sehen.