Detailinformationen
Adresse
Heindlgasse 4, 1160 Wien
Heindlgasse 4, 1160 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1954 - 1956
Anzahl an Wohnungen
38
Architekt*in
Hans Wölfl
Wohnungen |
38 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Heindlgasse wurde 1888 nach dem Gemeinderat, Apotheker und Ehrenbürger von Ottakring, Johann Baptist Heindl (1821-1885), benannt.
Auf dem Areal der heutigen Wohnhausanlage wurde 1856 eine chemische Fabrik für Johann Heindl errichtet. Aus dieser ehemaligen Spodiumfabrik entstanden in den 1870er-Jahren Wohnungen. Im Jahr 1929 erwarb die Gemeine Wien den Grundstückskomplex mit dem darauf befindlichen einstöckigen Wohnhaus. Die Abbruchbewilligung für dieses Gebäude stammt aus dem Jahr 1953, ein Jahr später wurde mit der Errichtung des neuen Hauses begonnen.
Architektur und Kunst
Bei der schlichten fünfstöckigen Wohnhausanlage mit hohem Kratzputzsockel und durchwegs gleichförmig angeordneten, eingeschnittenen Fenstern handelt es sich um eine typische Architektur aus der Zeit des Wiederaufbaus. Die zwölf Fensterachsen der glatten Lochfassade sind in drei Gruppen zusammengefasst, wobei die beiden äußeren jeweils dreiachsig ausgebildet sind. Die Fenster der mittleren Gruppe sind von Putzfaschen umrahmt, der linke Fensterblock wurde im Zuge der Renovierung mit einem stufenförmigen Farbakzent versehen. Der schmale, hohe Hausdurchgang befindet sich am äußersten Rand der Wohnhausanlage und durchbricht somit die strenge Gliederung der Fassade. Den Abschluss nach oben bildet ein ausgeprägtes Kranzgesims.
Hans Wölfl - Hans Wölfl (1911-2005) studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Clemens Holzmeister und erhielt bereits 1936 den Österreichischen Staatspreis für Bildende Kunst. Neben seiner Unterrichtstätigkeit entwarf der Architekt Möbel, Interieurs, Schulen und öffentliche Gebäude sowie mehrere Wohnhäuser in Niederösterreich. Für die Gemeinde Wien erbaute er die Wohnhausanlagen in der Sternwartestraße 29 (1950), am Rosenhügel-Bertegasse (1962) und in der Vorgartenstraße (1964).