Detailinformationen
Adresse
Lorenz-Mandl-Gasse 7-9, 1160 Wien
Lorenz-Mandl-Gasse 7-9, 1160 Wien
Zwinzstraße 14, 1160 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1958 - 1959
Anzahl an Wohnungen
32
Architekt*in
Fritz Böhm-Raffay
Wohnungen |
32 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Lorenz-Mandl-Gasse wurde 1887 nach Lorenz Mandl (1800-1882), dem Gemeinderat von Ottakring und Heurigenbesitzer, benannt.
Der Grundstückskataster des Generalstadtplans von 1912 sah für den Block zwischen der Lorenz-Mandl-Gasse, Zwinzstraße, Maroltingergasse und Maderspergerstraße an sich die für Ottakring im typischen Raster übliche Parzellenteilung vor, die 10 Einzelhäuser in Blockrandbebauung zugelassen hätte. Das erst in der Nachkriegszeit verdichtete Gebiet wurde allerdings überwiegend in aufgelockerter Zeilenbauweise bebaut und bietet dem Passanten Einblicke in die oft großflächigen Grünräume.
Architektur und Kunst
Das frei stehende, viergeschoßige Wohnhaus der Gemeinde Wien in der Lorenz-Mandl-Gasse löst die strenge Blockform der Zeilenbauten der 1950er-Jahre durch in der Tiefe gestaffelte Fassaden auf. Die elf Fensterachsen lange Straßenfassade in der Lorenz-Mandl-Gasse springt einmal zurück und bildet einen kleinen Vorgarten; hofseitig unterteilen drei Vor- und Rücksprünge die Fassade in vier unterschiedlich lange Abschnitte, in die mittig die beiden Stiegeneingänge eingebettet sind. In der Zwinzstraße schließen an den vorspringenden Baukörper Balkone an, das Dachgesims läuft durch und erzeugt eine weit auskragende Untersicht; ein Walmdach bildet den oberen Abschluss. Französische Fenster mit blau gestrichenen Brüstungsgittern - dieses Gestaltungselement findet sich im Handlauf der Balkone wieder - sowie abwechselnd zwei- und dreiflügelige Fenster lockern die glatten Putzfassaden zusätzlich auf. Nach einer Sanierung liegen die ursprünglich erhabenen und im Stil der 1950er-Jahre konisch auseinander laufenden Steinumrandungen der Hauseingänge und der Sockel aus Grobputz deutlich hinter der Fassadenebene.
Fritz Böhm-Raffay - Friedrich Anton Josef Böhm-Raffay (1918-1992) studierte von 1938 bis 1941 Architektur an der Akademie für angewandte Kunst. Ab 1948 arbeitete er als selbstständiger Architekt und ab 1964 zudem als gerichtlich beeideter Sachverständiger für Liegenschaftsschätzungen. Den Schwerpunkt seiner Arbeiten setzte Friedrich Böhm-Raffay im Wohn- und Siedlungsbau, wobei er sich nach 1945 auch maßgeblich am Wiederaufbau beteiligte. Für die Gemeinde Wien entwarf er etwa die Wohnhäuser Rainergasse 13 in Wien 4 (1952) und Lorenz-Mandl-Gasse 7-9 in Wien 16 (1958/59).
Beim Fassadenrücksprung in der Lorenz-Mandl-Gasse ist ein keramisches Linienmosaik auf einem verschiedenfarbig verputzten Hintergrund angebracht; es trägt den Titel "Baum" und wurde 1958/59 von Carry Hauser gestaltet.