Detailinformationen
Adresse
Pfenninggeldgasse 3-7, 1160 Wien
Pfenninggeldgasse 3-7, 1160 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1931 - 1932
Anzahl an Wohnungen
33
Architekt*in
Otto Nadel
Wohnungen |
33 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Der 1897 vergebene Name Pfenninggeldgasse leitet sich vom alten Flurnamen ab. Schon 1373 wurde die Gegend um die ertragreichen Weingärten als "Groß- und Klein-Pfenninggeld" urkundlich erwähnt.
Auf dem Grundstück des heutigen Gemeindebaus befand sich der Materiallagerplatz des Lebensmittel- und Brennkohlehändlers Ferdinand Weber. Drei hölzerne Verkaufshütten wurden 1925 abgetragen, um den 1931 zeitgleich errichteten Wohnhausanlagen in der Pfenninggeldgasse 3-7 und in der Hasnerstraße 111-115 Platz zu machen. Die beiden Gemeindebauten teilen sich einen baumbestandenen Innenhof.
Architektur und Kunst
Die breite Baulückenverbauung ist durch die Addierung gleichartiger Elemente, der Erker und der klinkerumrandeten Eingänge, charakterisiert. Horizontal gliedert sich die 16 Fensterachsen lange Straßenfassade in eine Erdgeschoßzone mit Klinkerdekor und drei Hauptgeschoße mit den vier Erkern. Der dominanten vertikalen Betonung wirken horizontale Nuten entgegen, die auf der Höhe der Fensterbänke über die ganze Fassadenlänge und um die Erker zusätzlich auf Fenstersturzhöhe durchlaufen. Als oberer Abschluss dient ein einfaches, um die vier Erker herumführendes Dachgesims. An der Hoffassade befinden sich die drei Erschließungstürme, die beiden äußeren sind halbrund, der mittlere als erhöhter Risalit ausgebildet. Die parallelen kreuzförmigen Putzstreifen rund um die Hofausgänge fallen als geometrische Details in der sonst glatten Putzfassade besonders auf.
Otto Nadel - Otto Nadel (1894-1970) studierte von 1919 bis 1922 an der TH Wien. Bereits ab 1920 bis 1940 war er für das Stadtbauamt tätig. In dieser Zeit entstanden nach seinen Plänen mehrere Wohnhausanlagen und sein wohl bedeutendstes Werk, das Amalienbad in Wien 10 (zusammen mit Karl Schmalhofer). Noch nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1963 war Otto Nadel als selbständiger Architekt tätig und entwarf Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien.
Über den Hauseingängen befinden sich keramische Reliefs von Oskar Icha mit Darstellungen von spielenden Kindern, und - dem damaligen Rollenbild entsprechend - einem arbeitenden Vater und einer Mutter mit Kind (um 1930).