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Ganglbauergasse 4-12

Hof-Informationen Ganglbauergasse 4-12

Detailinformationen

Ganglbauergasse 4-12

Adresse

Ganglbauergasse 4-12, 1160 Wien

Ganglbauergasse 4-12, 1160 Wien

Hyrtlgasse 5-13, 1160 Wien

Ganglbauergasse 4-12, 1160 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1930 - 1931

Anzahl an Wohnungen

120

Architekt*in

Heinrich Vana

Wohnungen

120

Waschküchen

4

Stiegen

10

Lokale

4

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 4 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Ganglbauergasse ist nach dem Kirchenmann Cölestin Josef Ganglbauer (1817-1889) benannt. Von 1876 bis 1881 war er Abt des Benediktinerstiftes Kremsmünster, 1881 wurde er Erzbischof von Wien.

Die Hyrtlgasse erhielt ihren Namen nach dem Arzt Prof. Josef Hyrtl (1810-1894), der durch seine wissenschaftliche Tätigkeit auf dem Gebiet der vergleichenden Anatomie bekannt wurde.

Die große Wohnbauanlage zwischen Ganglbauergasse und Hyrtlgasse wurde in den Jahren 1930 und 1931 nach den Plänen des Architekten Heinrich Vana erbaut. Das Haus verfügte damals über 125 Wohneinheiten, ein Geschäftslokal und eine Bücherei. Nach einigen Wohnungszusammenlegungen sowie dem Ausbau der Dachfläche sind es heute 107 Wohnungen. Im Zuge einer umfassenden Sanierung des gesamten Komplexes wurden alle zehn Stiegen mit Aufzügen ausgestattet.

Architektur und Kunst

Die Wohnhausanlage besteht aus zwei lang gestreckten, rechteckigen Baukörpern in der Ganglbauergasse und in der Hyrtlgasse. Zwischen den parallel angeordneten Wohnblöcken befindet sich ein großzügiger parkähnlicher Hof. Jeweils ein Portal führt von beiden Straßenzügen aus in den Hof, auch die zehn Stiegen sind von hier aus begehbar. Um das Richtung Norden abfallende Gelände auszugleichen, wurden die beiden Baukörper in jeweils drei Einheiten unterteilt. Dadurch entsteht eine stufenförmige Dachlandschaft, die teilweise mit Gaupen versehen ist. An der Fassade in der Ganglbauergasse fassen Sohlbankgesimse mehrere Fensterachsen der mittleren Gebäudeeinheit auf drei Geschoßen zusammen. Dies ist die einzige Dekoration an der sonst schlicht gehaltenen Fassade. In der Hyrtlgasse strukturieren Gitterbalkone von unterschiedlicher Breite die Fassade. Beiden Bauteilen gemeinsam ist die Gestaltung der Sockelzone: Sie hebt sich durch ihre dunkle Farbe von den hellen Obergeschoßen ab und wird von einem Sockelgesims begrenzt.

Heinrich Vana - Heinrich Vana (1889-1967) studierte nach seinem Kriegsdienst von 1920 bis 1923 Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Bereits ab 1924 war er als selbstständiger Architekt für die Stadt Wien tätig, für die er auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg mit seinem Sohn Kurt Vana mehrere Wohnbauprojekte realisierte.

Im großen Innenhof der Wohnhausanlage befindet sich eine Stele mit ländlichen Motiven.

Dokumente