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Redtenbachergasse 40-44

Hof-Informationen Redtenbachergasse 40-44

Detailinformationen

Redtenbachergasse 40-44

Adresse

Redtenbachergasse 40-44, 1160 Wien

Redtenbachergasse 40-44, 1160 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1930 - 1931

Anzahl an Wohnungen

35

Architekt*in

Alfred Adler

Wohnungen

35

Waschküchen

1

Stiegen

2

Lokale

0

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Redtenbachergasse wurde 1894 nach dem Zoologen und Direktor des zoologischen Kabinetts Ludwig Redtenbacher (1814-1876) benannt. Zuvor hieß sie Schottengasse.

Das Grundstück der Gemeinde Wien in der Redtenbachergasse 40-44 gehörte vor 1930 Heinrich Fischer, der es an drei Unternehmer weiterverpachtete. Schulin Tennenbaum betrieb ab 1928 einen Pferdestall, Magazine und eine Kanzlei, Ludwig Schwarz errichtete 1920 ein so genanntes "Schupfengebäude" und Hans Kochta 1914 einen Werkstättenschuppen mit Holzdepot. Die ebenerdigen Gebäude aus Holz wurden für die Errichtung des Gemeindebaus abgetragen.

Architektur und Kunst

Der Gemeindebau in der Redtenbachergasse 40-44 schließt mit 19 Fensterachsen und vier Geschoßen eine breite Baulücke. Seine glatte Putzfassade ist symmetrisch um das Hauseingangstor ausgerichtet und wird von einem um ein Geschoß überhöhten und leicht zurückversetzten Mitteltrakt beherrscht; Gesimsbänder betonen die Fassade zusätzlich horizontal. Die hohe Sockelzone schließt mit einem Gesimsstreifen ab, der wie das Dachgesims über die gesamte Länge beider Seitenrisalite durchläuft. Dazwischen liegen drei Fensterbankgesimse, die an den jeweils dritten Fenstern von außen enden. Am rechten Fassadenabschluss kragt das Dachgesims über zwei Fensterachsen weit aus, sodass dessen Untersicht fließend in den Dachabschluss des Nachbargebäudes übergeht. Der mit dunkelroten Klinkern verkleidete Sockel geht beim Eingangstor in zwei flankierende Pfeiler über, die das Vordach überragen. Ein Durchgang mit schmiedeeisernen Toren führt in den begrünten Innenhof zu den beiden Stiegeneingängen. Diese treten deutlich vor die Fassade und werden von Gitterbalkonen flankiert. Der Klinkersockel läuft auch hier um das Eingangstor herum, das mit Steinlaibung und -verdachung wieder deutlich die Mittelachse akzentuiert.

Alfred Adler - Alfred Adler (1894-?) studierte mit kriegsbedingten Unterbrechungen bis 1921 an der Technischen Hochschule Wien. Über seinen Werdegang ist nur wenig bekannt. Zusammen mit Martin Schmid entwarf er mehrere Vorstadtvillen in Wien-Mauer. Für die Gemeinde Wien realisierte Adler die Wohnhäuser Neubeckgasse 4 (Wien 14) und Redtenbachergasse 40-44 (Wien 16). Darüber hinaus war er in den 1930er-Jahren am Assanierungsprojekt Operngasse (Wien 4) beteiligt. 1938 musste Adler aufgrund seiner jüdischen Herkunft Österreich verlassen, womit sich seine Spuren verlieren.

Dokumente