Detailinformationen
Adresse
Mildeplatz 7, 1160 Wien
Mildeplatz 7, 1160 Wien
Seitenberggasse 12, 1160 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1958 - 1959
Anzahl an Wohnungen
26
Architekt*in
Friedrich Weinkopf
Wohnungen |
26 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Der Mildeplatz wurde 1884 nach Vinzenz Eduard Milde (1777-1853) benannt, einem der bedeutendsten Pädagogen Österreichs. Von 1805 bis 1810 unterrichtete er Erziehungskunde an der Universität Wien, zwischen 1815 und 1923 war er Direktor der Philosophischen Lehranstalt in Krems. 1831 wurde Milde zum Erzbischof von Wien ernannt.
Als im Oktober 1956 infolge des Ungarischen Volksaufstandes und dessen Niederschlagung durch die Rote Armee zahlreiche ungarische Flüchtlinge nach Wien kamen, stellte man kurzerhand Schulgebäude als Notunterkünfte zur Verfügung. Die Schüler wurden in anderen Schulen zusammengefasst und dort unterrichtet. So wurden im November 1956 auch in der Schule am Mildeplatz ungarische Flüchtlinge versorgt.
Architektur und Kunst
Die fünfgeschoßige Eckverbauung am Mildeplatz 7 weist einen L-förmigen Grundriss auf. Ein ab dem ersten Obergeschoß an der Hauskante vorspringender, von Balkonen einseitig flankierter Baukörper hebt die Gebäudeecke besonders hervor. Die unterschiedliche Farbgebung des Fassadenverputzes betont diesen Bauteil zusätzlich. Die Regelmäßigkeit der glatten Lochfassaden wird nur von kleinen Badezimmerfenstern aus Glasbausteinen unterbrochen. Der Sockel aus Grobputz gleicht das in der Seitenberggasse ansteigende Gelände aus. Das Dachgesims erzeugt eine schmale Untersicht, läuft um den auskragenden Bauteil herum und schließt am Mildeplatz auf gleicher Höhe mit dem Nachbargebäude ab. Das Erdgeschoß ist hofseitig dunkler verputzt und mit einer horizontalen Nut an der Fensteroberkante von der darüber liegenden Fassade getrennt.
Friedrich Weinkopf - Friedrich Weinkopf (1917-1970) studierte 1935/36 und von 1937 bis 1946 Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Für die Gemeinde Wien war er vorwiegend in Arbeitsgemeinschaften an der Realisierung mehrerer großer Wohnhausanlagen beteiligt. So plante Friedrich Weinkopf etwa zusammen mit Konrad Gollob und Ernst Lederer-Ponzer die Anlagen Liebenstraße 36-40 in Wien 12 (1963-1965) und Oswaldgasse 15-19 in Wien 12 (1970-1972). Das Wohnhaus Mildeplatz 7 in Wien 16 (1958/59) plante er eigenständig.
Ein keramisches Wandmosaik flankiert den Durchgang zum Hof. Die Farbkomposition "Dekorative Fläche" wurde als Rahmung der Hauseinfahrt 1959 von Max Melcher gestaltet.