Detailinformationen
Adresse
Hollergasse 12, 1150 Wien
Hollergasse 12, 1150 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1981 - 1982
Anzahl an Wohnungen
15
Architekt*in
Werner Appelt
Wohnungen |
15 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
1 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
Ihr Hof ist mit 12 PKW-Stellplätzen ausgestattet
Geschichte
Ab den 1980er-Jahren bestimmte ein neuer Stadtentwicklungsplan die Wohnhaussanierung. Der 1984 gegründete Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds und das Wohnhaussanierungsgesetz 1985 ergänzten die optimalen Voraussetzungen für eine sanfte Stadterneuerung. 36 Prozent der Sanierungsgelder flossen in Gemeindebauten, sodass die berühmtesten Gemeindebauten aus der Zwischenkriegszeit saniert werden konnten, wie z. B. der Karl-Marx-Hof, der George-Washington-Hof oder der Rabenhof. Für Neubauten wurde durch Wettbewerbe eine qualitativ hochwertige und individuelle Architektur sichergestellt, wie das Beispiel Hundertwasserhaus zeigt.
Die Hollergasse trägt ihren Namen seit etwa 1863. Die Bezeichnung ist auf das ehemals reiche Vorkommen von Flieder- beziehungsweise Hollerbüschen in dieser Gegend zurückzuführen.
Die Baubewilligung für das Haus wurde im Jahr 1980 erteilt. In einem separaten Gebäude, das nur durch einen schmalen Hof vom straßenseitigen Wohnhaus getrennt ist, befinden sich Betriebsräume der Wiener Straßenreinigung.
Friedrich Achleitner verweist auf die fortschrittliche Konstruktion des Wohnbaus, bei der in den Wohnungen mittels Raumzellen und frei verstellbarer Wände flexible Grundrisslösungen ermöglicht werden.
Architektur und Kunst
Bei dem fünfgeschoßigen Wohnhaus mit ausgebautem Dachgeschoß und einem weit vorgelagerten ebenerdigen Geschäftslokal handelt es sich um eine Baulückenverbauung aus den Jahren 1981-82. Die symmetrisch gegliederte Fassade ist durch Vor- und Rücksprünge definiert, die Fenster der zweiten und der fünften Achse werden über vier Geschoße hinweg erkerartig zusammengefasst. Der gesamte Bau wird weiters von einem weit auskragenden Kranzgesims überspannt, darüber erheben sich die Fenster der Dachgeschoßwohnungen. Ein Durchgang an der linken Gebäudegrenze führt zum Stiegenhaus der Wohnhausanlage, ebenso kann über diesen Zugang aber auch das frei stehende ebenerdige Gebäude an der Rückseite des Wohnbaus erreicht werden, in dem Betriebsräume der MA 48 untergebracht sind. Im Anschluss an die beiden Gebäude befindet sich ein großer Garten, der über Sitzbereiche und einen Kinderspielplatz verfügt.
Werner Appelt - Werner Appelt, geboren am 8.8.1937 in Wien, studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien unter Clemens Holzmeister Architektur und arbeitet seit 1971 als freischaffender Architekt. In den Jahren 1974-1985 war er Mitglied der Arbeitsgemeinschaft IGIRIEN, die er gemeinsam mit Franz E. Kneissl und Elsa Prochazka gegründet hatte. Auswahl an Bauten: Pfarrkirche Hadersdorf/Kamp, Pfarrhof, 1974; Teilnahme am Wettbewerb "Wohnen morgen", 1975; Kirchliche Mehrzweckhalle, Wien 22, Quadenstraße 53, 1976-82 (Igirien); Seelsorgezentrum, Wien 22, Rennbahnweg, 1976-77 (Igirien); Umbau Stadtkino, 1030 Wien, Schwarzenbergplatz 7, 1981-82 (Igirien); Wohnhaus, 1150 Wien, Hollergasse 12, 1981-82 (Architekturbüro Werner Appelt).