Detailinformationen
Adresse
Anschützgasse 8a, 1150 Wien
Anschützgasse 8a, 1150 Wien
Hollergasse 19, 1150 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1975 - 1976
Anzahl an Wohnungen
36
Architekt*in
Peter Koban
Wohnungen |
36 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
Ihr Hof ist mit 18 PKW-Stellplätzen ausgestattet
Geschichte
In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.
Die Anschützgasse, ehemals Kaisergasse, wurde 1894 nach dem Burgschauspieler, Regisseur und Schriftsteller Heinrich Johann Immanuel Anschütz (1785-1865) benannt. Anschütz kam 1821 ans Wiener Burgtheater und war dort bis kurz vor seinem Tod tätig.
Zwischen den Straßenzügen Weiglgasse - Siebeneichengasse - Anschützgasse - Jheringgasse lag ursprünglich die um 1870 errichtete Hauptwerkstätte der Wiener Verkehrsbetriebe. Auf dem Areal wurde in den Jahren 1976 bis 1978 die Wohnhausanlage "Wohnen Morgen" erbaut. Auf dem Grundstück Anschützgasse 8 befand sich ursprünglich ein zur Hauptwerkstätte gehörender Holzlagerplatz der Wiener Verkehrsbetriebe.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage besteht aus zwei Bauteilen, die über jeweils eine Stiege erschlossenen werden. Der linke, siebengeschoßige Bauteil verbindet die Straßenzüge Anschützgasse und Hollergasse. Das oberste Geschoß dieses Bauteils wurde als Terrassengeschoß ausgebildet, während der rechte Bauteil nur fünfgeschoßig ist und mit einem Normalgeschoß abschließt. Die Fassaden werden von abwechselnd glatten Mauerflächen und Fensterzonen bestimmt. Insgesamt präsentiert sich die Anlage zurückhaltend und fügt sich unauffällig in das Straßenbild. Mit dem Gemeindebau Anschützgasse 10 bildet der Bau einen sich zur Anschützgasse hin öffnenden, begrünten Hof. Die Beheizung erfolgt über Fernwärme, die Tiefgarage bietet Platz für 16 PKWs.
Peter Koban - Peter Koban (geb. 1928) studierte von 1947 bis 1956 an der Technischen Hochschule unter anderem bei Erich Boltenstern. Nach dem Studium war er zunächst im Atelier von Erich Rollig tätig und arbeitete unter anderem für Margarete Schütte-Lihotzky und Josef Hoffmann. Ab 1960 beschäftigte sich Koban als selbständiger Architekt vor allem mit dem Wohnbau und dem Bau von Kasernen. So wurden etwa die Sanitätstruppenschule in Stammersdorf (1969/70) und mehrere Wohnbauten in Wien nach seinen Plänen errichtet. Für den Willi-Liwanec-Hof in Wien 15 plante er die erste Palettengarage Wiens. Auch am Bau der Per-Albin-Hansson-Siedlung Nord war Peter Koban beteiligt.