Detailinformationen
Adresse
Alliogasse 21, 1150 Wien
Alliogasse 21, 1150 Wien
Walkürengasse 1, 1150 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1962 - 1963
Anzahl an Wohnungen
51
Architekt*in
Josef Baudys
Wohnungen |
51 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die Alliogasse wurde 1913 nach dem Architekten Donatus Felice d’Allio (1677-1761) benannt. Er war ab 1711 kaiserlicher Befestigungsbaumeister in Wien, zeichnet aber auch für andere Bauten verantwortlich. Von ihm stammt etwa das Salesianerinnenkloster am Rennweg im dritten Wiener Gemeindebezirk.
Die Wohnhausanlage befindet sich im sogenannten Nibelungenviertel, das seinen Namen aufgrund der vielen auf das Nibelungenlied zurückgehenden Namen von Gassen und Plätzen in der Gegend erhielt. Ehemals der östliche Teil des Exerzier- und Paradeplatzes Schmelz wurde das zwischen Hütteldorfer Straße, Gablenzgasse, Stutterheimstraße und Vogelweidplatz liegende Gebiet ab 1910 zur Besiedelung freigegeben und durch großbürgerliche Mietshäuser verbaut. Diese Bautätigkeit wurde durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrochen, die dadurch bestehenden Baulücken wurden in der Zwischenkriegszeit und nach dem Zweiten Weltkrieg durch Gemeindebauten geschlossen.
Architektur und Kunst
Die Eckverbauung besteht aus einem langen Trakt in der Alliogasse sowie einem kurzen Trakt in der Walkürengasse. Die Gestaltung des Gemeindebaus entspricht einem zeittypischen Schema: Über einem niedrigen Sockel erhebt sich die glatte Fassade, an der einzig Fensterfaschen als schmückendes Element verwendet werden, als weiteres zeittypisches Element sind auch die Fenstergitter zu erwähnen. Die Anlage wird durch drei über den Hof zugängliche Stiegen erschlossen, im Hof selbst befindet sich ein über die Alliogasse befahrbarer Parkplatz. Am an der Walkürengasse gelegenen Trakt wurden hofseitig Balkone angebracht, das Dachgeschoß wurde mit zwei Ateliers ausgebaut.
Josef Baudys - Josef Baudys (1900-1979) studierte Architektur ab 1943 bei Alexander Popp an der Akademie der bildenden Künste Wien. Vorwiegend in Gemeinschaft mit anderen Architekten war er an der Errichtung mehrerer prominenter Wohnhäuser der 1950er-Jahre beteiligt. So entwarf er etwa mit Otto Schönthal die Wohnhausanlage Hofherrgasse 5-13 in Wien 10 (1952/53) und zusammen mit Hans Paar und Rudolf Münch den Eduard-Leisching-Hof in Wien 5 (Johannagasse 29-35, 1954/55).