Detailinformationen
Adresse
Witzelsbergergasse 16-18, 1150 Wien
Witzelsbergergasse 16-18, 1150 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1956 - 1957
Anzahl an Wohnungen
25
Architekt*in
Leonhard G. Schöppler
Wohnungen |
25 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Witzelsbergergasse wurde 1912 nach dem Bäcker Richard Witzelsberger (1835-1900), dem letzten Bürgermeister von Fünfhaus (1885-1891), benannt.
Die Wohnhausanlage befindet sich im so genannten Nibelungenviertel, das seinen Namen aufgrund der vielen auf das Nibelungenlied zurückgehenden Namen von Gassen und Plätzen in der Gegend erhielt. Ehemals der östliche Teil des Exerzier- und Paradeplatzes Schmelz, wurde das zwischen Hütteldorferstraße, Gablenzgasse, Stutterheimstraße und Vogelweidplatz liegende Gebiet 1910 zur Besiedelung freigegeben und durch großbürgerliche Mietshäuser verbaut. Diese Bautätigkeit wurde durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrochen, die dadurch bestehenden Baulücken wurden in der Zwischenkriegszeit und nach dem Zweiten Weltkrieg durch Gemeindebauten geschlossen. Auf dem Grundstück Witzelsbergergasse 16-18 befanden sich ursprünglich ein Schuppen und die Werkzeugkammer eines Dachdeckermeisters.
Architektur und Kunst
AWDie Wohnhausanlage präsentiert sich als typisches Beispiel für die Architektur des sozialen Gemeindebaus im Wien der 1950er-Jahre, die mit der Tradition der monumentalen Gemeindebau-Architektur der Zwischenkriegszeit bricht. Eine ganze Reihe an Wohnhausanlagen, vornehmlich Eck- und Lückenverbauungen, entsprechen diesem Schema: Über einem niedrigen Sockel erhebt sich die glatt verputzte Fassade des Gebäudes, an der einzig Fensterfaschen als schmückende Elemente verwendet werden. Die mittleren vier Fensterachsen werden durch Balkone sowie durch die Fenster des teilweise ausgebauten Dachgeschoßes hervorgehoben. Die hofseitige Fassade entspricht diesem Schema, die Rahmung der mittleren Fensterachsen erfolgt jedoch nicht durch Balkone, sondern durch die versetzt angeordneten Fenster der beiden Stiegenhäuser, über die das Wohnhaus durch den Hof erschlossen wird.
Leonhard G. Schöppler - Leonhard G. Schöppler (1888-1967) plante für die Gemeinde Wien im Zuge des Wiederaufbaus mehrere Wohnhäuser, wie etwa Nobilegasse 36 in Wien 15 (1949/50), Favoritenstraße 45 in Wien 4 (1951) und Fenzlgasse 31 in Wien 14 (1957-1959).
Das denkmalgeschützte Supraporten-Relief "Salz und Brot" stammt von Andreas Urteil (1933-1963). Urteil studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Fritz Wotruba. Im Dezember 1962 erhielt er den österreichischen Staatspreis für Bildhauerei, im Juni 1963 starb der Wotruba-Schüler Urteil in Wien.