Detailinformationen
Adresse
Graumanngasse 12, 1150 Wien
Graumanngasse 12, 1150 Wien
Ullmannstraße 9, 1150 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1966 - 1968
Anzahl an Wohnungen
34
Architekt*in
Heinrich Schwetter
Wohnungen |
34 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
4 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1960er-Jahren nahm der Wohnbau in Wien bis hin zum Wohnungsbauboom der 1970er-Jahre kontinuierlich zu. Die Grundlage dafür bildeten 1961 ein städtebauliches Konzept und ein Generalverkehrsplan von Roland Rainer. Der geplante U-Bahn-Bau sowie die Erschließung bisheriger Randgebiete nördlich der Donau förderten diese Entwicklung. Besonders am südlichen und östlichen Stadtrand gab es Grundstücke zu günstigen Preisen, auf denen neue große Wohnviertel geschaffen wurden. Die neue Fertigteilbauweise mit vorgefertigten Betonelementen erlaubte es, in kurzer Zeit ganze Stadtteile neu zu errichten.
Die Graumanngasse, ehemals Wienflussgasse, wurde 1894 nach dem Baumwollstofferzeuger Friedrich Graumann (1782-1856), der hier 1838 eine Fabrik errichtet hatte, benannt.
Die Wohnhausanlage befindet sich im Gebiet der historischen Siedlung Sechshaus, die im 18. Jahrhundert südlich der heutigen Sechshauser Straße entstand. Namengebend war eine Zeile von sechs Häusern, wobei das erste dieser Häuser sich nahe am Liniengraben der Gumpendorfer Linie befand. Das Gemeindegebiet wurde 1801 durch die Eingliederung eines Teils von Reindorf erheblich vergrößert, 1830 zählte man bis zur Ullmannstraße bereits 134 Häuser.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage präsentiert sich als typisches Beispiel für die Architektur des Gemeindebaus im Wien der 1960er-Jahre, die, wie schon die Bauten der 1950er-Jahre, mit der Tradition der Gemeindebau-Architektur der Zwischenkriegszeit bricht. Eine ganze Reihe an Wohnhausanlage, vornehmlich Eck- und Lückenverbauungen, entsprechen diesem Schema: Über einem niedrigen Sockel erhebt sich die glatte Fassade des fünfgeschoßigen Gebäudes, auf schmückende Elemente wurde verzichtet. Die mit einem Schutzgitter versehenen französischen Fenster finden sich ebenfalls an vielen Bauten dieser Zeit. Die Anlage besteht aus zwei durch einen Innenhof verbundenen Baublöcken und wird über insgesamt drei Stiegen erschlossen. Die Dachgeschoße wurden als Ateliers ausgebaut, im Hof befindet sich ein über die Graumanngasse befahrbarer Parkplatz.
Heinrich Schwetter - Heinrich Schwetter (1906-2003) studierte 1937 bis 1941 und von 1948/49 bei Franz Schuster an der Wiener Kunstgewerbeschule. Für die Gemeinde Wien entwarf er unter anderem das Wohnhaus Graumanngasse 12 in Wien 15 (1966-1968). Als Mitglied einer größeren Architektengemeinschaft war er auch an den Entwürfen zur Anlage Jedleseer Straße 77 in Wien 21 (1963-1965) beteiligt.
An der Hausfassade Graumanngasse befindet sich neben dem Hofeingang das Steinrelief "Distel", über der Haustüre in der Ullmanngasse das Steinrelief "Kastanienblatt und -blüte". Beide Werke stammen von dem akademischen Bildhauer Heribert Rath, der auch Kunstwerke für andere Gemeindebauten schuf.