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Sturzgasse 29

Hof-Informationen Sturzgasse 29

Detailinformationen

Sturzgasse 29

Adresse

Sturzgasse 29, 1150 Wien

Sturzgasse 29, 1150 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1949 - 1950

Anzahl an Wohnungen

14

Architekt*in

Rudolf Scherer

Wohnungen

14

Waschküchen

0

Stiegen

1

Lokale

0

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Waschküchen.

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Der Gemeindebau selbst wurde nicht benannt. Die Sturzgasse erhielt ihren Namen 1874 aufgrund ihres steilen Verlaufes.

In der Zwischenkriegszeit wurde besonders der 15. Wiener Gemeindebezirk durch eine große Anzahl an Gemeindebauten besiedelt, eine Entwicklung, welcher der Zweite Weltkrieg ein Ende setzte. Die Wohnhausanlage Sturzgasse 29 war, zusammen mit jener in der Nobilegasse 36, der erste Neubau in Rudolfsheim-Fünfhaus nach dem Krieg.

Architektur und Kunst

Die innere und äußere Gestaltung der Wohnhausanlage entspricht der Architektur er 1950er-Jahre, doch auch ein retrospektiver Blickwinkel spielt eine Rolle. Die Fassade der Lückenverbauung wird einzig durch Fensterfaschen sowie durch Schlusssteine, welche die fünf Geschoße links und rechts überspannen, gegliedert. Der gedrungene, durch rechteckige Steinblöcke abgeschlossene Hauseingang, der an Bauten der Zwischenkriegszeit erinnert, bildet gegen diesen schmucklosen Hintergrund einen regelrechten Blickfang. Die Hoffassade erfährt durch das als Mittelrisalit hervorspringende Stiegenhaus und die links und rechts ab dem ersten Geschoß angebrachten Balkone eine Dreiteilung, das Erdgeschoß wird nach außen als Sockelzone sichtbar gemacht.

Rudolf Scherer - Rudolf Scherer (1891-1973) studierte an der Technischen Hochschule Wien u.a. bei Max Ferstel und Max Fabiani. Für die Gemeinde Wien entwarf er bis in die späten 1950er-Jahre Wohnhausanlagen. Diese sind - ebenso wie die nach seinen Plänen erbauten Sommerhäuser in Wien und Niederösterreich - betont funktional durchgestaltet.

Am Eingangsportal des Wohnhauses befinden sich links und rechts über dem Türsturz zwei Natursteinreliefs "Kinder und Delphine" von Christa Vogelmayer. Die Kunstwerke wurden im Jahr 2006 vom Bundesdenkmalamt Wien unter Denkmalschutz gestellt.

Dokumente