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Braunhirschengasse 12-20

Hof-Informationen Braunhirschengasse 12-20

Detailinformationen

Braunhirschengasse 12-20

Adresse

Braunhirschengasse 12-20, 1150 Wien

Braunhirschengasse 12-20, 1150 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1957 - 1959

Anzahl an Wohnungen

42

Architekt*in

Ulrike Manhardt, Emil Hoppe

Wohnungen

42

Waschküchen

2

Stiegen

4

Lokale

7

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Wohnhausanlage selbst hat keinen eigenen Namen. Die Braunhirschengasse, ehemals Schmiedgasse, wurde 1894 nach dem alten Vorort Braunhirschen benannt. Die Gasse war ursprünglich eine Allee im Seitengarten von Schloss Plankenau und wurde um 1800 verbaut.

Der Tuchfabrikant und Pottasche-Erzeuger Franz Wenzel Dadler kaufte 1799 die Besitzung "Braunhirschen", einen die Braunhirschengasse umgebenden Vorort, und kurbelte durch Parzellierung die Bautätigkeit in diesem Gebiet an. Auf Dadlers Tätigkeit geht somit die Besiedelung der Gegend zurück. An der Stelle der Wohnhausanlage Braunhirschengasse 12-20 befanden sich ursprünglich mehrere Althäuser, die für die Errichtung des Neubaus in den 1950er-Jahren abgetragen wurden. Die Parzelle Braunhirschengasse 16 wurde nicht wieder verbaut, sie dient heute als Zugang zu einer Grünanlage.

Architektur und Kunst

Die Wohnhausanlage besteht aus zwei jeweils fünfgeschoßigen Baublöcken, die durch eine Grünanlage miteinander verbunden sind und über drei Stiegen erschlossen werden. Die Unterteilung in Sockelgeschoß und Obergeschoße, die Anordnung und Gestaltung der Fenster sowie die Dominanz der glatten Fläche an der Fassade entspricht zwar den stilistischen Tendenzen der 1950er-Jahre, ein Vergleich mit anderen sozialen Gemeindebauten dieser Zeit macht jedoch klare Unterschiede deutlich. So steht der insgesamt sehr helle und durch die farbliche Differenzierung der Fassaden bestimmte Eindruck der Wohnhausanlage in starkem Kontrast zu den oft dunkel gehaltenen Baublöcken vieler Gemeindebauten, die um 1960 errichtet wurden. Dieser freundliche Gesamteindruck wird von dem monumentalen Sgraffito an der Seitenfassade noch verstärkt.

Ulrike Manhardt - Ulrike Manhardt (geb. Grom-Rottmayer, 1913-1999) studierte ab 1931 an der Technischen Hochschule Wien, wo sie 1937 die Meisterschule von Siegfried Theiß abschloss. Zusammen mit Emil Hoppe entwarf sie für die Gemeinde Wien die Wohnhausanlage Braunhirschengasse 12-22 in Wien 15 (1957-1959). Als Bestandteil einer größeren Architektengemeinschaft war sie auch an der Errichtung der Gemeindebauten Deutschordenstraße 7-35 in Wien 14 (1953-1955) beteiligt.

Emil Hoppe - Emil Hoppe (1876-1957) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Otto Wagner, in dessen Atelier er von 1902 bis 1909 beschäftigt war. 1909 gründete Hoppe eine Bürogemeinschaft mit Otto Schönthal, die bis 1938 bestand. Gemeinsam entwarfen sie eine Vielzahl von privaten und öffentlichen Bauten. Ihr bedeutendster Auftrag vor dem Ersten Weltkrieg war die Centralbank der Deutschen Sparkassen Am Hof 3-4 in Wien 1. In den 1920er-Jahren entwarfen sie mehrere Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkten sie zusammen am Wiederaufbau mit. In diesen Jahren entstand auch der Eiselsberg-Hof in Wien 5.

Romulus Candea schuf in den Jahren 1958/59 an der Seitenfassade des Baublocks Braunhirschengasse 18-20 das Sgraffito "Baum". Candea wurde 1922 in Rumänien geboren, studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und gestaltete mehrere Kunstwerke für Wiener Gemeindebauten. Bekannter sind jedoch seine Illustrationen der Geschichten über die "Stanisläuse" von Vera Ferra-Mikura.

Dokumente