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Loeschenkohlgasse 30-32

Hof-Informationen Loeschenkohlgasse 30-32

Detailinformationen

Loeschenkohlgasse 30-32

Adresse

Loeschenkohlgasse 30-32, 1150 Wien

Loeschenkohlgasse 30-32, 1150 Wien

Oeverseestraße 1-3, 1150 Wien

Preysinggasse 43, 1150 Wien

Holochergasse 40, 1150 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1931 - 1932

Anzahl an Wohnungen

77

Architekt*in

Oskar Strnad

Wohnungen

77

Waschküchen

2

Siegen

7

Lokale

4

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Der unter Denkmalschutz stehende Bau hat keinen eigenen Namen. Die Gasse wurde 1912 nach Johann Loeschenkohl (gestorben 1807), Kupferstecher, Kunsthändler, Kalender-, Knopf- und Tapetenfabrikant sowie Hersteller von Karten-, Brett- und Würfelspielen, benannt.

Heute nicht mehr erhalten ist die originale Inneneinrichtung der Wohnhausanlage. Eingebaute Wandschränke und von Oskar Strnad zusammen mit Josef Frank und Oskar Wlach entworfene Möbel, die dem neuesten Geschmack entsprachen, zierten die Wohnungen. Der "Wiener Wohnungsstil", später ein internationaler Begriff, wurde damit vorweggenommen.

Architektur und Kunst

Der Straßenhof der U-förmigen Anlage öffnet sich gegen Süden und wird von glatten, schmucklosen Fronten bestimmt. Als Gliederungselement dienen lediglich Balkone sowie die nach außen hin sichtbaren Stiegenhausachsen, die auch die Fassade zur Oeverseestraße mitbestimmen. Die Fassaden zur Preysinggasse sowie zur Holochergasse sind durch einen asymmetrischen Wechsel von Balkonen und Loggien gegliedert. Das heutige Erscheinungsbild des Baus ist allerdings trügerisch, denn die ursprüngliche Farbgebung ist nicht mehr vorhanden. Ebenfalls nicht mehr vorhanden ist die originale Inneneinrichtung, entworfen von Oskar Strnad und seinen Kollegen Josef Frank und Oskar Wlach.

Oskar Strnad - Oskar Strnad (1879-1935) studierte von 1900 bis 1903 an der Technischen Hochschule Wien. Er war vor allem als Innenarchitekt und Bühnenbildner tätig und lehrte an der Kunstgewerbeschule. In seiner Zusammenarbeit mit Oskar Wlach und Josef Frank wurde er zu einem der wichtigsten Vertreter der späten "Wiener Moderne." Von seinen wenigen realisierten Bauten ist noch die Villa Wassermann (Wien 19, Paul-Ehrlich-Gasse 4; mit Oskar Wlach) erhalten. Sein Doppelhaus für die Wiener Werkbundsiedlung wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Strnad, der auch die Wohnhausanlage Löschenkohlgasse 30-32, Wien 15, sowie einen Teil des Leopold-Winarsky-Hofes (Stromgasse 30-32, Wien 20) plante, erhielt 1948 posthum den Kulturpreis der Stadt Wien.

Dokumente