Inhalte werden geladen ...

Giselhergasse 6-12

Hof-Informationen Giselhergasse 6-12

Detailinformationen

Giselhergasse 6-12

Adresse

Giselhergasse 6-12, 1150 Wien

Giselhergasse 6-12, 1150 Wien

Hagengasse 7-11, 1150 Wien

Alliogasse 24-26, 1150 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1926 - 1927

Anzahl an Wohnungen

120

Architekt*in

Gottlieb Michal

Wohnungen

120

Waschküchen

4

Stiegen

7

Lokale

17

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 4 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Wie viele andere Gassen und Plätze im Nibelungenviertel wurde die Giselhergasse nach einer Gestalt aus der Nibelungensage benannt. Giselher ist darin der jüngste dreier burgundischer Könige. Am Ende der Sage stirbt er im Kampf mit Wolfhart.

Die Wohnhausanlage befindet sich im sogenannten Nibelungenviertel, das seinen Namen aufgrund der vielen auf das Nibelungenlied zurückgehenden Namen von Gassen und Plätzen in der Gegend erhielt. Ehemals der östliche Teil des Exerzier- und Paradeplatzes Schmelz wurde das zwischen Hütteldorfer Straße, Gablenzgasse, Stutterheimstraße und Vogelweidplatz liegende Gebiet ab 1910 zur Besiedelung freigegeben und durch großbürgerliche Mietshäuser verbaut. Diese Bautätigkeit wurde durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrochen, die dadurch bestehenden Baulücken wurden in der Zwischenkriegszeit und nach dem Zweiten Weltkrieg durch Gemeindebauten geschlossen.

Architektur und Kunst

Die Wohnhausanlage wurde als Erweiterungsbau zum gegenüberliegenden, 1924 ebenfalls von Architekt Gottlieb Michal gebauten Forstner-Hof errichtet und gleicht diesem bis in die kleinen Schmuckmotive an den Erkervorderfronten. Auch das Konzept mit eingeschnittenem Straßenhof, der durch eine Mauer von der Straße getrennt ist, wurde beibehalten. Eine solche, niedere Mauer wurde sowohl an der Alliogasse als auch an der Giselhergasse geschaffen und nach oben mit einer Terrasse abgeschlossen. Wie der Forstner-Hof zählt die Wohnhausanlage zu den großen "romantischen" Wohnhausanlagen der 1920er-Jahre. Bezeichnend im Gesamteindruck sind die Abgeschlossenheit von der Straße und die Monumentalität der Anlage sowie im Detail die relativ klein gehaltenen Eingänge, die Polygonalerker, die spitzen Giebelformen, die Ornamentfelder in der Parapetzone sowie die Dachaufbauten. Die Anlage, die über sieben Stiegen erschlossen wird, wurde ursprünglich als Kleinwohnungsanlage erbaut, viele der Wohnungen wurden mittlerweile jedoch durch Wohnungszusammenlegungen vergrößert und den modernen Ansprüchen angepasst. Sehenswert an der Anlage sind vor allem die Verglasungen der Stiegenhäuser in der Hagengasse.

Gottlieb Michal - Gottlieb Michal (1886-1970) studierte Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Otto Wagner. Schon früh stand er im Dienst des Wiener Stadtbauamtes. Nach seinen Plänen wurden u. a. der August-Forstner-Hof (Wien 15), der Franz-Schuhmeier-Hof (Wien 16) und der Austerlitzhof (Wien 16) errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er Vorsitzender des Fonds für Wiederaufbau. Noch in den 1950er-Jahren war er als Architekt für die Gemeinde Wien tätig.

Dokumente