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Linzer Straße 474-478

Hof-Informationen Linzer Straße 474-478

Detailinformationen

Linzer Straße 474-478

Adresse

Linzer Straße 474-478, 1140 Wien

Linzer Straße 474-478, 1140 Wien

Samptwandnergasse 2-4, 1140 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1974 - 1975

Anzahl an Wohnungen

43

Architekt*in

Georg Russwurm

Wohnungen

43

Waschküchen

2

Stiegen

4

Lokale

8

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1970er-Jahren begann eine erste Sanierungswelle des Wohnungsaltbestands der Stadt Wien, um den Wohnstandard anzuheben. Zusätzlich wurden von 1972 bis 1977 rund 16.500 neue Wohnungen gebaut. Der Wohnungsmangel war beseitigt. Nun sollten sich neue Anlagen auch besser in ihre Umgebung einfügen, sich vom Straßenverkehr abwenden, öffentlich gut erreichbar und vor allem mit der nötigen Nahversorgung ausgestattet sein. Damit rückte auch ein Grundgedanke des "Roten Wien" aus den 1930er-Jahren wieder in den Mittelpunkt: Es wurde wieder Wert auf die Sozialisierung des Wohnens gelegt. 1978 wurde die Grundsteinlegung der 200.000sten Wohnung seit 1923 gefeiert.

Die Wohnanlage liegt an der seit 1894 so benannten Linzer Straße, der alten Poststraße von Wien Richtung Westen nach Linz, die noch auf die Römerzeit zurückgeht. Vorher hieß die Straße Hauptstraße, Landstraße und Poststraße.

Anstelle der Wohnanlage befand sich ehemals auf dem Grundstück mit der Hausnummer 476 das Cafe Schwarzenberger und auf dem Grundstück Nr. 478 eine Villa, in der um 1919 ein Heim des Fürsorgevereins für Taubstumme untergebracht war. Die baufälligen Althäuser wurden Anfang der 1970er-Jahre abgerissen.

Architektur und Kunst

Die in Hanglage auf einem Eckgrundstück in offener Bebauungsweise errichtete Wohnanlage besteht aus vier Wohnhäusern. Entsprechend der Tendenz zur Schaffung funktional unterschiedlicher Außenräume im Wohnhausbau der 1970er-Jahre sind zwei Wohnblöcke an der Linzer Straße angeordnet. Sie werden durch Lokale und einen flachen Bauteil verbunden. Parallel dazu liegen in den als Garten gestalteten Freiflächen auf dem hinteren Grundstück die beiden anderen Wohnhäuser. Einzelne Bauelemente prägen das äußere Erscheinungsbild. So werden die hohen Giebelwände als vertikale Gestaltungselemente eingesetzt. Sie erzeugen eine höhen- und flächenmäßige Staffelung und Gliederung der Baukörper. Dazwischen lockern die großen Wohnzimmerfenster oder Loggien die Fassade auf. Zudem belebt das Mansarddach, das Raum für acht Dachgeschoßwohnungen bietet, die architektonische Gestalt.

Georg Russwurm - Georg Russwurm (geb. 1926) studierte nach Abschluss einer Maurerlehre bei Franz Schuster an der Akademie der bildenden Künste Wien. Nach der Ziviltechnikerprüfung machte er sich als Architekt selbständig. Neben dem Industrie- und Wohnbau widmete sich Georg Russwurm vor allem auch der Innenarchitektur. Ein besonderes Anliegen war ihm aber der soziale Wohnbau; so entwarf er in den 1970er-Jahren unter anderem die Jugendwohnheime Dr.-Bruno-Buchwieser-Gasse 1 in Mödling (NÖ; vormals Ausbildungszentrum Mödling) und Hanauskagasse 4 in Wien 12. 2002 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich.

An der Linzer Straße befinden sich vier Bronzereliefs von Eduard Robitschko aus dem Jahr 1974. Die abstrakten, in der Grundform quadratischen Reliefs sind im rechten Winkel auf der Hauswand angeordnet.

Dokumente