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Breitenseer Straße 68-74

Hof-Informationen Breitenseer Straße 68-74

Detailinformationen

Breitenseer Straße 68-74

Adresse

Breitenseer Straße 68-74, 1140 Wien

Breitenseer Straße 68-74, 1140 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1957 - 1959

Anzahl an Wohnungen

94

Architekt*in

Hermann Aichinger, Heinrich Benedikt

Wohnungen

94

Waschküchen

3

Stiegen

8

Lokale

3

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Ja

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 3 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die seit 1894 so benannte Breitenseer Straße erinnert an den alten Vorortnamen dieses Teils des 14. Bezirkes. Früher hieß die Straße auf Höhe der Wohnanlage Hauptstraße.

Die Wohnanlage liegt in der Nähe des alten Ortskerns von Breitensee um den Laurentiusplatz, wo sich auch der 1873 zugeschüttete Angerteich, der "Praitten See", befand, der dem Bezirksteil den Namen gab. Die Anlage entstand auf fünf Grundstücken, auf denen sich vorher meist ebenerdige Häuser befanden, wie sie in den Wiener Vororten üblich waren. Bereits 1911 erwarb die Gemeinde Wien einige Liegenschaften.

Architektur und Kunst

Die Wohnanlage besteht aus einem Straßentrakt, der sich mit seinen fünf Geschoßen der städtischen Bebauung anpasst, sowie zwei dreigeschoßigen Häuserzeilen im hinteren Grundstücksbereich, die locker im Gartenhof angeordnet sind. Typisch für die Wohnhausarchitektur der späten 1950er-Jahre sind die schlichten Baukörper und die durch einfache gestalterische Mittel differenzierten und rhythmisierten Fassaden. Gestaltungsmittel der regelmäßig gegliederten Fassaden bilden der farbige Verputz sowie die Anordnung der Fenster und Balkone. Einfache Details wie die Kunststeinrahmen der Wohnzimmerfenster oder die Rahmungen der Hofdurchgänge setzen Akzente. Auffallend ist die vertikale Gliederung der Straßenfassade mit ihren leicht vor und zurück springenden Fassadenabschnitten und den scheinbar an den pylonartigen, senkrechten Trennwänden hängenden Balkonen.

Hermann Aichinger - Hermann Aichinger (1885-1962) studierte - ebenso wie sein späterer Arbeitskollege Heinrich Schmid - an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Otto Wagner. Das 1912 gegründete Architekturbüro Schmid & Aichinger war das meistbeschäftigte des Wohnbauprogramms des "Roten Wien". Auch in den späten 1930er- und in den 1940er-Jahren erhielt das Büro noch prestigeträchtige Aufträge. In dieser Zeit entstanden unter anderem das Wohn- und Geschäftshaus "Bärenmühle" (Wien 4, Operngasse 18-20) und das RAVAG-Gebäude (Wien 4, Argentinierstraße 30a; gemeinsam mit Clemens Holzmeister).

Heinrich Benedikt - Heinrich Benedikt (1918-1997) studierte zunächst 1938 und 1939 Malerei an der Wiener Kunstgewerbeschule und erst von 1942 bis 1946 Architektur bei Franz Schuster. Zusammen mit Hermann Aichinger entwarf er die Wohnhausanlagen Breitenseer Straße 68-74 in Wien 14 (1957-1959) und Neilreichgasse 95-99 in Wien 10 (zusammen mit Lucia Aichinger, 1960-1962). Außerdem war Benedikt an der Errichtung des Theodor-Körner-Hofes in Wien 5 (Margaretengürtel 68-74, 1951-1955) beteiligt.

Von Eduard Robitschko stammen die freistehenden Betonwände mit figürlichen Mosaiken aus 1958/59. Mit dem Titel "Lebensrhythmus" stellen sie verschiedene Lebensphasen und -situationen dar.

Dokumente