Detailinformationen
Adresse
Hütteldorfer Straße 268-276, 1140 Wien
Hütteldorfer Straße 268-276, 1140 Wien
Müller-Guttenbrunn-Straße 23-29, 1140 Wien
Ernst-Bergmann-Gasse 31-33, 1140 Wien
Müller-Guttenbrunn-Straße 22-24, 1140 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1957 - 1959
Anzahl an Wohnungen
123
Architekt*in
Roland Starzen, Raoul Lavaulx
Wohnungen |
123 |
|---|---|
Waschküchen |
4 |
Stiegen |
16 |
Lokale |
10 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 4 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Wohnanlage liegt an der Hütteldorfer Straße, deren Name seit 1881 an den alten Vorort Wiens erinnert. Der Name "Hütteldorf" leitet sich von einer Familie desselben Namens ab - 1260 wird ein Ulrich de Hittendorf erwähnt, seine Nachkommen schrieben sich Hüttendorf, erst aus den Jahren 1688 bis 1742 ist eine Familie der Hütteldorfer bekannt.
Anstelle der am äußeren Ende der Hütteldorfer Straße gelegenen Wohnhausanlage befanden sich früher Felder und Wiesen. Seit Beginn des Ausbaus des ehemaligen Feldweges zur Hütteldorfer Straße im Jahr 1864 war dieser Bereich nur partiell verbaut. Bereits von Anfang an gibt es in der Anlage eine Bankfiliale, die um einen Zubau ergänzt wurde.
Architektur und Kunst
Die Wohnhausanlage liegt auf einem abfallenden Hang und ist in sechs frei stehende, von Grünflächen umgebene Baukörper gegliedert. Die großzügige Anordnung der Wohnhäuser verleiht dem Komplex einen gartenstadtähnlichen Charakter. Zwei gestaffelte Häuserreihen stehen quer zur Hütteldorfer Straße. Eine weitere Häuserzeile liegt parallel zur Müller-Guttenbrunn-Straße, welche die Anlage durchkreuzt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sind zwei Wohnblöcke gestaffelt zur Straße angeordnet und betonen dadurch den offenen Charakter der Anlage. Parallel zur Ernst-Bergmann-Gasse liegt ein weiterer Block. Die drei- bis siebenachsigen Baublöcke sind im Stil der Wohnbauarchitektur der 1950er-Jahre schlicht gehalten, die Fassaden regelmäßig gestaltet. Das Satteldach sowie die an einigen Wohnblöcken noch zu erkennenden, in Putz vertieften Fensterrahmungen sind typische Baudetails jener Zeit. Balkone und französische Fenster unterstreichen ebenfalls den offenen Charakter der Anlage.
Roland Starzen - Roland Starzen (1922-1960) besuchte von 1945 bis 1949 die Fachklasse für Raumkunst, gewerbliche und industrielle Entwürfe von Oswald Haerdtl an der Hochschule für angewandte Kunst. Für die Gemeinde Wien entwarf er gemeinsam mit Raoul Lavaulx die Wohnhausanlage Hütteldorfer Straße 268-276 in Wien 14 (1957-1959).
Raoul Lavaulx - Raoul Lavaulx-Vrecourt (1911-1998) studierte Architektur bei Clemens Holzmeister an der Akademie der bildenden Künste Wien. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte er sich als Architekt in Wien selbständig, wo er zuletzt eine Bürogemeinschaft mit Konrad Holzknecht führte. Lavaulx-Vrecourt war vor allem für den Wiederaufbaufonds tätig, für den er zahlreiche Wohnbauten plante. Zudem unterrichtete er 25 Jahre lang an der HTL Schellinggasse in Wien 1.
Von Eduard Robitschko stammt eine Bronzeplastik mit dem Titel "Vier Kinder mit Tier" (1958/59), die in der Grünanlage aufgestellt ist.