Detailinformationen
Adresse
Cumberlandstraße 20, 1140 Wien
Cumberlandstraße 20, 1140 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1956 - 1957
Anzahl an Wohnungen
23
Architekt*in
Otto Nadel
Wohnungen |
23 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Cumberlandstraße wurde 1894 nach Ernst August Herzog von Cumberland zu Braunschweig und Lüneburg (1845 - 1923) benannt, der nach der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen (1866) nach Wien kam und das "Cumberland-Palais" in derselben Straße bewohnte. Ursprünglich hieß der Straßenzug Zwerchgasse, dann Bahngasse und später Feldgasse.
An der Stelle des Wohnhauses befand sich ein altes ebenerdiges Gebäude, wie es in den ehemaligen Vororten Wiens üblich war. Das aus einem Straßentrakt, einem rückwärtigen Hoftrakt und einem Quertrakt bestehende Gebäude wurde 1923 von der Gemeinde Wien erworben, zu Wohnzwecken adaptiert und 1954 wegen Baufälligkeit abgerissen.
Architektur und Kunst
Von der Baulinie zurückgesetzt, schließt das Wohnhaus eine breite Baulücke. Mit seinen vier Geschoßen entspricht der schlichte und nüchterne Bau der Wohnhausarchitektur der 1950er-Jahre. Die glattflächig verputzten und durch Fenster gleichmäßig gerasterten Wände kennzeichnen die Fassaden. Ausnahmen finden sich nur an der Straßenfassade, wo im Erdgeschoß die Hofzugänge - beide an die äußersten Ränder der Fassade gesetzt - durch die mächtigen, aufrecht stehenden Pfeiler und die darüber angebrachten Mosaiken einen Akzent setzen. Zudem bilden die französischen Fenster mit profilierten Rahmungen ein vertikales Gestaltungselement.
Otto Nadel - Otto Nadel (1894-1970) studierte von 1919 bis 1922 an der TH Wien. Bereits ab 1920 bis 1940 war er für das Stadtbauamt tätig. In dieser Zeit entstanden nach seinen Plänen mehrere Wohnhausanlagen und sein wohl bedeutendstes Werk, das Amalienbad in Wien 10 (zusammen mit Karl Schmalhofer). Noch nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1963 war Otto Nadel als selbständiger Architekt tätig und entwarf Wohnhausanlagen für die Gemeinde Wien.
Von Konrad Calo stammen die beiden keramischen Mosaikbilder aus 1955/56, die als Supraporten über den Hofdurchgängen angebracht sind. Sie stellen "Sonne" sowie "Mond und Sterne" dar.