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Hadikgasse 288-294

Hof-Informationen Hadikgasse 288-294

Detailinformationen

Hadikgasse 288-294

Adresse

Hadikgasse 288-294, 1140 Wien

Hadikgasse 288-294, 1140 Wien

Hackinger Straße 53, 1140 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1954 - 1956

Anzahl an Wohnungen

75

Architekt*in

Friedrich Schlossberg

Wohnungen

75

Waschküchen

2

Stiegen

4

Lokale

5

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Wohnhausanlage liegt an der seit 1894 nach Andreas Reichsgraf Hadik von Futak (1711-1790) benannten Hadikgasse, der kaiserlicher Feldmarschallleutnant im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) und später Generalfeldmarschall war. Hadik verfügte in Baumgarten über bedeutenden Besitz.

Die Wohnhausanlage liegt an der um 1870 angelegten Hadikgasse entlang des Wienflusses, der noch bis zu seiner Regulierung ab 1897 wegen seiner gefährlichen Hochwasser bei der Bevölkerung gefürchtet war. Anstelle des Gemeindebaus war nach der Flussregulierung ein öffentlicher Platz geplant, doch wurde das Grundstück erst im Rahmen des Wohnbauprogramms nach dem Zweiten Weltkrieg bebaut.

Architektur und Kunst

Die Wohnhausanlage fällt durch die geschickte Ausnützung des schmalen Grundstücks, aber auch durch die Mischung von funktionalistisch-sachlicher und klassisch-traditioneller Architektur auf. Die Anlage besteht aus zwei fünfgeschoßigen Baukörpern, die durch eine Pergola miteinander verbunden sind. Ein hakenförmiger Gebäudeblock folgt an der Hackinger Straße der Grundstücksgrenze, das Motiv eines auf mächtigen Konsolen ruhenden Erkers beherrscht die Front. Der Baublock ist in drei Bauteile mit je einem Stiegenhaus gegliedert, deren Grenzen durch Vor- und Rücksprünge markiert werden. Schlichte Gitterbalkone und die hohen, gerahmten Hauseingänge setzen markante Akzente. Ein leicht versetzt angeordneter, frei stehender Wohnblock komplettiert die Anlage.

Friedrich Schlossberg - Friedrich Schlossberg (1900-1968) studierte von 1919 bis 1921 an der Technischen Hochschule Wien. Er war zunächst in verschiedenen Büros tätig, bevor er sich 1931 als Architekt selbständig machte. Sein einzig dokumentiertes Werk aus dieser Zeit ist die kommunale Wohnhausanlage Custozzagasse 14-18 in Wien 3 (1931). Während des Zweiten Weltkrieges mit einem Berufsverbot belegt, war er nach 1945 am Wiederaufbau der Wiener Secession beteiligt und plante in Zusammenarbeit mit verschiedenen Architekten mehrere Wohnhäuser für die Gemeinde Wien.

Ein Sgraffito-Wandbild mit dem Titel "Regulierung der Wien 1897" von Otto P. Hartmann aus den Jahren 1954/55 erinnert an die Gefahren, denen die Anrainer des Wienflusses früher ausgesetzt waren, sowie an die Regulierung der Wien. Eine Natursteinplastik von Hilde Uray mit dem Titel "Sphinx" aus dem Jahr 1954 befindet sich auf der Grünfläche an der Hadikgasse.

Dokumente