Detailinformationen
Adresse
Wolfersberggasse 13-17, 1140 Wien
Wolfersberggasse 13-17, 1140 Wien
Anzbachgasse 2b, 1140 Wien
Anzbachgasse 2a, 1140 Wien
Uranusweg 2-6, 1140 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1954 - 1955
Anzahl an Wohnungen
82
Architekt*in
Alois Plessinger
Wohnungen |
82 |
|---|---|
Waschküchen |
2 |
Stiegen |
8 |
Lokale |
6 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Der früher Berggasse genannte Straßenzug, an dem die Wohnanlage liegt, wurde 1894 in Wolfersberggasse umbenannt, da er auf den gleichnamigen Berg führt. Wie viele Straßen in dieser Gegend ist der Uranusweg seit 1923 nach einem Himmelskörper benannt.
Die Wohnanlage liegt am Hang des 322 m hohen Wolfersbergs. Früher war diese Gegend dicht bewaldet, doch im Winter 1919 fällten die frierenden Wiener die Bäume, um sie als Brennholz zu nutzen. Später entstanden aus Wohnungs- und Nahrungsnot illegale Siedlungen. Ab den 1950er-Jahren wurde das Gebiet für die Stadterweiterung genutzt und diese Anlage errichtet.
Architektur und Kunst
Die Anlage fällt durch ihre Hanglage sowie durch ihre offene Bebauungsstruktur auf. Auf einem unregelmäßigen Grundstück sind sechs freistehende Baukörper locker entlang der Grundgrenze zur jeweiligen Straße angeordnet. Dem Konzept einer sich zur Umgebung öffnenden Wohnanlage folgend, sind die Freiräume als Gartenanlage gestaltet. Die architektonische Gestaltung ist typisch für den Wohnhausbau der 1950er-Jahre: Die dreigeschoßigen Häuser besitzen Satteldächer und (geländebedingt) einen hohen Erdgeschoßsockel. Die einfachen, glattflächigen Putzfassaden werden durch sparsame Details wie breite Putzfensterrahmungen und profilierte Kunststeinrahmungen an den Hauseingängen und Erkern bereichert. Auffallende Gestaltungselemente sind vor allem die Gesimse sowie die markanten Fensterrahmungen der Wohnräume.
Alois Plessinger - Alois Plessinger (1894-1968) studierte ab 1919 bei Franz Krauß und Peter Behrens an der Akademie der bildenden Künste Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf er in den 1950er- und 60er-Jahren eigenständig und in Arbeitsgemeinschaften mehrere große Wohnhausanlagen, wie etwa die Anlagen Wolfersberggasse 13-17 in Wien 14 (1954/55) und Czerninplatz 7 in Wien 2 (mit Heinrich Reitstätter, 1963/64). Besonders bemerkenswert ist das noch vor dem Zweiten Weltkrieg von Alois Plessinger geplante Einfamilienhaus Peter-Jordan-Straße 187 in Wien 18 (1931/32).
Die Wandmalerei "Sinnbildliche Darstellung des Wolfes" von Isolde Jurina aus 1954 schmückt eine Schauseite der Wohnanlage zur Wolfsbergasse. Die Darstellung nimmt Bezug auf den Namen des Wolfersbergs, wo es früher Wölfe gegeben haben soll.