Detailinformationen
Adresse
Baumgartenstraße 25-33, 1140 Wien
Baumgartenstraße 25-33, 1140 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1952 - 1953
Anzahl an Wohnungen
48
Architekt*in
Edith Lessel
Wohnungen |
48 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
4 |
Lokale |
2 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.
Die Wohnanlage liegt an der im Zuge der Eingemeindung Baumgartens nach Wien 1890 ausgebauten Baumgartenstraße, die seit 1894 an die einst selbständige Gemeinde erinnert. Vorher hieß dieser Straßenzug parallel zur Westbahn Bahngasse.
Die Wohnanlage wurde auf einem schmalen Grundstück parallel zu den Gleisanlagen der Westbahn errichtet und liegt nicht weit entfernt von der Baumgartner Pfarrkirche am Gruschaplatz. Auf dem Grundstück des Gemeindebaus befanden sich früher an der rückwärtigen Grundgrenze mehrere ebenerdige Schuppen. Die Wohnanlage entstand im Rahmen des Wohnbauprogramms nach dem Zweiten Weltkrieg.
Architektur und Kunst
Die Wohnanlage gliedert sich in zwei dreigeschoßige Häuserblöcke im Anschluss an die bestehende Bebauung und einen von der Baulinie zurückgesetzten, um ein Geschoß erhöhten Mittelteil. Die schlichte Architektur ist typisch für den Wohnhausbau der frühen 1950er-Jahre. Die beiden äußeren Bauteile werden durch leicht vortretende, über die gesamte Bauhöhe reichende Vorsprünge akzentuiert, hinter denen die vom Hof aus zugänglichen Stiegenhäuser liegen. Der mittlere Teil ist vollkommen symmetrisch aufgebaut: Die Mittelachse der Fassade mit dem Hofdurchgang tritt leicht vor und wird durch zwei über drei Geschoße reichende Erker, deren Untersicht in Form eines Rundbogens ausgeführt ist, flankiert. Typische Baudetails jener Zeit sind die vertieften Putzfensterrahmen, die profilierten Rahmungen des Hoftors und der Hauseingänge und das Hohlkehlengesims. Hofseitig gliedern schlichte Gitterbalkone die Fassaden.
Edith Lessel - Edith Lessel (geb. 1916 in Wien) studierte von 1935 bis 1938 und 1947/48 bei Hans Vetter und Franz Schuster Architektur an der Hochschule für angewandte Kunst Wien. Für die Gemeinde Wien entwarf sie vor allem in den 1950er-Jahren mehrere Wohnhausanlagen, wie etwa die Anlagen Baumgartenstraße 25-33 in Wien 14 (1952/53) und Hohenbergstraße 14-16 in Wien 12 (1951/52).