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Goldschlagstraße 142

Hof-Informationen Goldschlagstraße 142

Detailinformationen

Goldschlagstraße 142

Adresse

Goldschlagstraße 142, 1140 Wien

Goldschlagstraße 142, 1140 Wien

Hickelgasse 2, 1140 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1949 - 1950

Anzahl an Wohnungen

29

Architekt*in

Johann Franz Würzl

Wohnungen

29

Waschküchen

1

Stiegen

1

Lokale

1

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Nein

Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Ab 1949 war der Wohnbau zahlenmäßig wieder auf dem Niveau des "Roten Wien" der Zwischenkriegszeit. Doch noch war die Bevölkerung verarmt und oft obdachlos. Kleine Duplex-Wohnungen, die später zusammengelegt werden konnten, linderten schließlich die Wohnungsnot. 1951 wurde Franz Jonas, Sohn einer Arbeiterfamilie, Bürgermeister von Wien. In seine Amtszeit fiel die rege Bautätigkeit im Rahmen des Projektes "Sozialer Städtebau" ab 1952. Das 8-Punkte-Programm hatte die Trennung von Wohn- und Gewerbebereichen, eine Auflockerung der Wohnbereiche sowie die Assanierung einzelner Viertel zum Ziel. Die standardmäßige Ausstattung der Wohnungen wurde verbessert - alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Die Goldschlagstraße erinnert an einen alten Flurnamen. Der Straßenzug ist seit 1899 nach dem bereits 1375 erwähnten Weingartenried "Goldschlagen" benannt.

Der östliche Abschnitt der Hickelgasse zwischen März- und Goldschlagstraße war seit der städtebaulichen Erschließung des Bereichs ab 1890 noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg unbebaut geblieben. Viele der damals parzellierten Bauplätze lagen brach und dienten bis zu ihrer Bebauung lange Zeit als Lagerplätze, die meist durch hohe Holzzäune begrenzt wurden. Die Gemeinde erwarb die freien Bauplätze nach dem Zweiten Weltkrieg, um sie für den Bau von Wohnhäusern zu nutzen. Der Gemeindebau entstand 1949 im Rahmen des zweiten Wiener Wohnbauprogramms nach dem Weltkrieg.

Von 2017 bis 2018.

Die Renovierungsarbeiten der Wohnhausanlage umfassten die Wärmedämmung der Fassade mit neuer Verblechung, den Einbau von Holz-Alu-Fenstern, die Dämmung der obersten Geschoß- und Kellerdecke. Zusätzliche Maßnahmen: Instandsetzung von Blitzschutzanlage, Dachdeckung, Liftturm, Kanal, Rauchfänge, Stiegenhaus inklusive Geländer und Handläufe, Waschküche, Kellerfenster, Wassersteig- und Verteilleitungen. Die SAT-Halterung am Dach wurde erneuert, die Außenbeleuchtung und Abfallrohre neu positioniert.

Architektur und Kunst

Das auf einem Eckgrundstück errichtete Wohnhaus ist im Grundriss L-förmig angelegt und verfügt über einen kleinen Hof. Die 29 Wohnungen verteilen sich über fünf Geschoße. Über die glatt verputzten Straßenfassaden sind die Fenster mit einfachen, in Putz vertieften Rahmungen gleichmäßig verteilt. Schlichte Gitterbalkone gliedern die Hauswand an der Goldschlagstraße, wo sich auch das Eingangsportal befindet. Die Fassade an der Hickelgasse endet zur Gebäudeecke hin in einer über die gesamte Bauhöhe reichenden geschlossenen Wandfläche, auf der sich ein Wandbild befindet. Das schlichte und nüchterne Äußere des Wohnhauses entspricht der sachlichen Wohnbauarchitektur der Nachkriegszeit.

Johann Franz Würzl - Johann Franz Würzl (1885-1951) studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er die Meisterklasse von Otto Wagner besuchte. Bereits ab 1907 war er an der Erbauung des Miethausblocks Blechturmgasse 16-20 in Wien 4 beteiligt. Für die Gemeinde Wien errichtete Würzl in den 1920er-Jahren vier Wohnhausanlagen. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg entstand der Gemeindebau Goldschlagstraße 142 in Wien 14 nach seinen Plänen.

Das beschädigte Sgraffittowandbild von Bartholomäus Stefferl aus dem Jahr 1950 stellt den "Einzug ins neue Haus" dar.

Dokumente