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Penzinger Straße 138-140

Hof-Informationen Penzinger Straße 138-140

Detailinformationen

Penzinger Straße 138-140

Adresse

Penzinger Straße 138-140, 1140 Wien

Penzinger Straße 138-140, 1140 Wien

Weinzierlgasse 1-7, 1140 Wien

Onno-Klopp-Gasse 13, 1140 Wien

Wissenswertes

Bauzeit

1930 - 1931

Anzahl an Wohnungen

123

Architekt*in

Alexander Popp

Wohnungen

123

Waschküchen

2

Stiegen

10

Lokale

7

Fahrradbox

Nein

Rollatorbox

Nein

Werkstatt

Ja

Ihr Hof ist mit 2 Waschküchen auf unterschiedlichen Stiegen ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.

Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen

In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.

Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.

Geschichte

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.

Die Wohnanlage liegt an der seit 1894 so benannten Penzinger Straße, deren Name an das alte Straßendorf Penzing erinnert, das dem 14. Bezirk den Namen gab.

Die Wohnanlage wurde auf mehreren Bauplätzen, die seit der städtebaulichen Erschließung dieses Gebietes ab 1890 brach lagen, errichtet. Wie die benachbarte Wohnanlage Onno-Klopp-Gasse 12 - 16, wurde die Anlage in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs bei einem Luftangriff durch Bomben, die eigentlich die Gleisanlagen der Westbahn treffen sollten, beschädigt.

Architektur und Kunst

Die Wohnanlage schließt etliche Baulücken eines Häuserblocks, der die Form eines Dreiecks besitzt. Der symmetrisch aufgebaute Trakt an der Penzinger Straße wird zur Mitte durch einen leicht zurückgesetzten und um ein Geschoß erhöhten Fassadenabschnitt mit Balkonen gegliedert. Die Verbauung des Eckgrundstücks am Schnittpunkt Weinzierlgasse/Otto-Klopp-Gasse wird durch einen hoch aufragenden, klinkerverkleideten Baukörper städtebaulich akzentuiert. Im vierten Stock wird der Eckbau durch ein großes Atelierfenster aufgelockert. Die anschließenden Trakte sind aus Rücksicht auf die bestehende Bebauung und das abfallende Terrain in der Höhe gestaffelt oder von der Baulinie zurückgesetzt. Ein Kennzeichen der Architektur der 1930-Jahre ist die horizontale Gliederung der Fassaden durch Geschoßgesimse und lange Balkone, die nur durch die Stiegenhäuser bzw. Aufzugsanlagen mit ihren Längsfenstern unterbrochen wird. Mit ihrer strengen und sachlichen Architektur entspricht die Anlage den Vorstellungen der Moderne um 1930.

Alexander Popp - Alexander Popp (1891-1947) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Peter Behrens, dessen Assistent er nach Abschluss seines Studiums wurde. Später arbeitete er mit Behrens in einer Bürogemeinschaft zusammen und schuf mit diesem seine bedeutendsten Werke. Neben Industrie- und Gewerbebauten, für die er bekannt geworden war, lag ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt auf dem Wohn- und Geschäftsbau. Für die Gemeinde Wien errichtete er die Wohnanlage Rinnböckstraße 21 in Simmering, den "Albert-Sever-Hof "im 16. Bezirk sowie die Anlage Penzinger Straße 138-140 im 14. Bezirk.

Eine Bronzeplastik auf einem vorkragenden Gesims dominiert die klinkerverkleidete Eckverbauung. Die von F. Opitz stammende Plastik aus dem Jahr 1930 stellt eine kniende Frau dar.

Dokumente