Detailinformationen
Adresse
Dreyhausenstraße 28-30, 1140 Wien
Dreyhausenstraße 28-30, 1140 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1942 - 1942
Anzahl an Wohnungen
25
Architekt*in
Rudolf Felsenstein
Wohnungen |
25 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
1 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Ja |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
1938 wurde der Nationalsozialist Hermann Neubacher aus dem Bauressort Wiener Bürgermeister. Die nationalsozialistischen Stadtplaner wälzten pompöse Ideen und Pläne - in erster Linie Propagandamaßnahmen. Die systematische Zerstörung jüdischen Eigentums und Enteignungen - auch von Gemeindewohnungen - waren Teil dieser Stadtplanung. Während einige Architekten ihre Lizenz verloren, wurden andere mit der Errichtung von Volkswohnhäusern, Kasernen und Rüstungsbauten beauftragt. Entgegen den anfänglichen Plänen wurde mehr in Kriegsbauten als in den Wohnbau investiert - die heute noch existierenden Flaktürme wurden errichtet. Ab 1941 wurde die Bautätigkeit kriegsbedingt größtenteils eingestellt und die Strukturen der Stadtplanung wurden aufgelöst. Die Zerstörung großer Teile Wiens war Folge des Krieges.
Die Dreyhausenstraße ist seit dem Jahr 1899 nach Gustav Dreyhausen, Edler von Ehrenreich (1839-1884), benannt, der die Erbauung der Dampftramway vom Gürtel nach Breitensee förderte.
Seit der städtebaulichen Erschließung dieses Gebietes des 14. Bezirks ab 1890 lagen noch viele der damals parzellierten Bauplätze brach und dienten bis zu ihrer Bebauung lange Zeit als Lagerplätze. An der Stelle der heutigen Wohnhausanlage in der Dreyhausenstraße befand sich früher der Materiallagerplatz der Firma "Brüder Schlager", die hier einen offenen Schuppen errichtete.
Architektur und Kunst
Das in einer breiten Baulücke errichtete Wohnhaus hebt sich durch seine blockhafte, monumentale Wirkung im Stil der nationalsozialistischen Repräsentationsarchitektur von der Nachbarbebauung ab. Die vollkommen einheitlich gestaltete Straßenfassade wird durch gleich große Fensteröffnungen regelmäßig gegliedert. Das Erdgeschoß mit dem zentral gelegenen Hoftor ist durch ein breites horizontales Gesims von den vier Obergeschoßen abgesetzt. Details wie die breiten, leicht profilierten Putzfensterrahmen und die massive Toreinfassung betonen die einzelnen Bauglieder. Im Gartenhof befinden sich die Zugänge zu den Stiegenhäusern. Der um ein Geschoß erhöhte mittlere Teil der Hoffassade wird von den risalitartig vortretenden Stiegenhäusern flankiert.
Rudolf Felsenstein - Der in Warschau geborene Rudolf Felsenstein (1871-1945) legte 1889 die Aufnahmeprüfung zur Malschule an der Akademie der bildenden Künste ab, studierte später jedoch Architektur an der Technischen Hochschule Wien. Nach Beendigung seines Studiums 1895 arbeitete Rudolf Felsenstein in den Büros von Viktor Siedek und den Gebrüdern Mayreder. Von 1899 bis 1920 war er als Bauleiter der Wiener Hofburg tätig. Über seine übrigen Bautätigkeiten gibt es bisher kaum Nachweise. Sein einzig bekanntes Bauwerk in Wien ist das Wohnhaus Dreyhausgasse 28-30 in Wien 14 (1942).
Über dem Hoftor befindet sich ein über die ganze Breite der Durchfahrt reichender Figurenfries. In der Mitte ist eine Frauenfigur mit Kindern dargestellt, zur Rechten ein Jüngling und ein Mann, zur Linken ein alter Mann, der einen Baum pflanzt. Die drei kräftigen und plastischen Figurengruppen sind als zeittypische Allegorien zu verstehen.