Detailinformationen
Adresse
Sebastian-Kelch-Gasse 5-7, 1140 Wien
Sebastian-Kelch-Gasse 5-7, 1140 Wien
Cervantesgasse 16, 1140 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1928 - 1929
Anzahl an Wohnungen
36
Architekt*in
Karl Holey
Wohnungen |
36 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
3 |
Lokale |
3 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Die Straße erinnert seit 1904 an Sebastian Kelch (1802-1870), der 1848 Ortsrichter von Penzing war.
Der Bereich um die Sebastian-Kelch-Gasse, wo sich vormals Wiesen und Äcker befanden, wurde ab 1890 parzelliert und verbaut, doch lagen viele Bauplätze noch lange Zeit brach. Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb die Gemeinde Wien den freien Baugrund, auf dem die Wohnanlage heute steht. Die seit 2001 denkmalgeschützte Anlage schloss eine der letzten Baulücken in dieser Straße.
Architektur und Kunst
Die auf einem abfallenden Eckgrundstück errichtete Wohnanlage fällt vor allem durch die ausgeprägte Horizontalgliederung der Straßenfassade auf. Der Haussockel ist mit Klinkersteinen verkleidet und geht in der Sebastian-Kelch-Gasse in die Rahmung des Hausportals über. Die Hauswand dagegen ist glatt verputzt. Ab dem ersten Stock werden die beiden Straßenfronten durch trapezförmige Erker und daran anschließende lange Loggien gegliedert, die zusammen eine waagerechte Einheit bilden. Das Erker-Loggien-Motiv ist klinkerverblendet und hebt sich dadurch von der Wand ab. Ein weiteres Gliederungselement stellt das breite, verzierte Hauptgesims dar, über dem sich ein Attikageschoß erhebt. Hofseitig geht der klinkerverkleidete Haussockel in die Rahmung der Stiegenhaustüren über. Zusammen mit den Wohnhäusern Meiselstraße 73 und Gründorfgasse 4 bildet das Haus einen gemeinsamen Hof.
Karl Holey - Karl Holey (1879-1955) studierte an der Technischen Hochschule Wien Architektur und war danach als Professor für Baukunst, oberster Denkmalpfleger in Österreich, Dombaumeister von St. Stephan und Architekt tätig. Für die Gemeinde Wien plante er nur eine Wohnhausanlage in der Sebastian-Kelch-Gasse in Penzing.
Kunsthandwerkliche Arbeiten wie die zweiflügelige metallverkleidete Haustür mit ihrem verzierten Mittelpfosten setzen einen markanten Akzent. In den Details ebenso kunstvoll gearbeitet sind auch schmiedeeisernen Arbeiten wie die Fenstergitter sowie die Stiegengeländer.