Detailinformationen
Adresse
Cervantesgasse 3, 1140 Wien
Cervantesgasse 3, 1140 Wien
Wissenswertes
Bauzeit
1928
Anzahl an Wohnungen
25
Architekt*in
Klemens M. Kattner
Wohnungen |
25 |
|---|---|
Waschküchen |
1 |
Stiegen |
2 |
Lokale |
0 |
Fahrradbox |
Nein |
|---|---|
Rollatorbox |
Nein |
Werkstatt |
Nein |
Ihr Hof ist mit 1 Waschküche ausgestattet. Allen Mieter*innen stehen die Waschküche im Monat einen halben Tag (7 Stunden) zur Verfügung. Wenn Sie zu dem für Sie vorgesehenen Termin keine Zeit haben oder einen zusätzlichen Termin benötigen, können Sie hier im Portal einen neuen Termin reservieren.
Öffnungszeiten
Mo. bis Sa.: 06.00–20.00
Sonn- und Feiertage: geschlossen
In Ihrer Wohnanlage gibt es keine Parkmöglichkeiten.
Sie können aber schnell und einfach online einen Park- oder Garagenplatz in der Nähe Ihrer Wohnanlage suchen und beantragen.
Geschichte
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde die Sozialdemokratie bestimmende Kraft im Wiener Rathaus. 1922 wurde Wien ein selbstständiges Bundesland. Damit war auch der Grundstein für das "Rote Wien" gelegt. Neben Reformen im Gesundheits- und Bildungswesen wurde 1923 ein umfangreiches Bauprogramm gestartet, um für die Bevölkerung menschenwürdige Wohnungen zu schaffen - hell, trocken, mit Wasserleitung und WC ausgestattet, waren sie ein krasser Gegensatz zu den Bassena-Wohnungen in den Mietskasernen. Wesentlicher Teil der Anlagen waren Gemeinschaftseinrichtungen wie Bäder, Kindergärten, Waschküchen, Mütterberatungsstellen, Ambulatorien, Tuberkulosestellen, Turnhallen, Bibliotheken etc. Die Stadt Wien errichtete in der Zwischenkriegszeit 63.000 Wohnungen.
Seit 1926 ist die Straße nach dem spanischen Dichter Miguel de Cervantes Saavedra (1547-1616) benannt. Miguel de Cervantes verfasste Dramen, Novellen und Lyrik, darunter "Don Quijote". Bis 1900 hieß die Gasse Schöffelgasse und danach Brachettigasse nach dem Seidenfabrikanten Laurenz Barchetti (1771-1809).
Der Bereich zwischen Meiselstraße, Drechslergasse und Gurkgasse, wo sich früher Äcker und Gärten befanden, wurde ab 1890 rasterförmig parzelliert und verbaut, doch viele Parzellen lagen noch lange Zeit brach. Die Gemeinde Wien erwarb ab 1924 zahlreiche freie Bauplätze, um sie für den Wohnhausbau zu nutzen. Verkehrstechnisch günstig gelegen, im Einzugsgebiet des ehemaligen Betriebsbahnhofs der Wiener Verkehrsbetriebe an der Hütteldorfer Straße, entstanden Ende der 1920er-Jahre zahlreiche Gemeindebauten, die von unterschiedlichen Architekten errichtet wurden und diesen Teil des 14. Bezirks bis heute durch ihre Architektur bereichern.
Von 2012 bis 2017.
Die Wohnhausanlage wurde umfassend saniert: Wärmedämmung der Fassade, neue Fenster, Balkontüren und Kellerfenster. Balkone, Stiegenhaus- und Hofeingangstüren sowie das Dach inklusive Kaminköpfe wurden erneuert. Auch Stiegenhaus, Gänge und Waschküche wurden instandgesetzt. Neue Wohnungseingangstüren sowie Stromleitungen eingebaut, SAT-Montageplatz, Blitzschutz und Torsprechanlage ergänzt.
Architektur und Kunst
Das in einer Baulücke mit einem Hoftrakt errichtete Wohnhaus hebt sich durch seine repräsentative Straßenfassade deutlich von den Nachbarbauten ab. Die Fassade ist in verschiedene, unterschiedlich charakterisierte Zonen unterteilt. Das Erdgeschoß setzt sich durch ein kräftig profiliertes Gesims von den Obergeschoßen ab, wobei der mittlere Teil leicht vortritt. Ab dem ersten Stock dominiert ein dreiachsiger, erkerartiger Risalit die Fassade. Über einem durchgehenden, mächtigen Kranzgesims sitzt in der Mitte ein mehrfach abgestufter und geschwungener Giebel. Die gesamte Fassade wird durch breite, plastisch ausgebildete Putzrahmen in einzelne Felder gegliedert. Dreieckig vorspringende Fensterbänke sowie ornamentaler Rankendekor in vereinfachten barocken Formen beleben die Wandflächen. Der repräsentative Charakter und die historisierenden Formen des Hauses verweisen deutlich auf die Wurzeln des Architekten in der Baukunst des Historismus.
Klemens M. Kattner - Clemens M. Kattner (1871-1945) studierte in Wien an der Akademie der bildenden Künste bei Friedrich Schmidt und Viktor Luntz. Sein Tätigkeitsschwerpunkt lag vor allem im Kirchenbau. Für die Gemeinde Wien errichtete er die drei Wohnhausanlagen Troststraße 64-66 in Wien 10, Cervantesgasse 3 in Wien 14 und Malfattigasse 39 in Wien 12.
Neben dem auffälligen ornamentalen Dekor der Fassade ist auch der durch Pilaster und eine Kassettendecke gegliederte Hofdurchgang besonders dekorativ.