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Schimmel

Ich möchte Was mache ich bei Schimmel
Illustration eines Wohnzimmers im Wiener Gemeindebau. Vier Menschen sind zu sehen: Ein älterer Mann und eine ältere Frau sitzen auf einer Couch, zwei stehen hinter der Couch vor einer Wand. An der Wand hängen vier Bilder, doch der Blick wird von einem großen Schimmelfleck dominiert, auf den eine Frau mittleren Alters links im Bild zeigt. Die Bewohner*innen wirken erschrocken und unzufrieden.

Wenn die kalte Jahreszeit beginnt und die Heizsaison startet, ist es besonders wichtig, auf ein richtiges Raumklima zu achten, damit sich kein Schimmel in Ihrer Wohnung bilden kann.

Wie kann ich Schimmel vermeiden?

Pilzsporen sind immer in der Luft. Sie werden aber nur unter bestimmten Umständen zum Problem. Zum Beispiel bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Beim Baden, Duschen, Wäschewaschen, -trocknen und beim Kochen entsteht Wasserdampf. Menschen und Tiere geben zusätzlich Wasserdampf ab. Eine vierköpfige Familie erzeugt täglich zwischen 10 und 12 Liter Feuchtigkeit. Wenn die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung hoch ist, bildet sich Wasser an den kältesten Stellen in der Wohnung. Das passiert meist an den Außenwänden oder rund um die Fenster.

Bekämpfen Sie diese Feuchtigkeit schnell! Es kann sich an diesen Stellen Schimmelpilz entwickeln.

  • Feuchtigkeit: Schimmelpilze werden erst bei Feuchtigkeit zum Problem. Setzt sich Wasser an Wänden, Fliesen oder Fenstern ab, kann sich dort der Schimmel ausbreiten.
  • Möbel an Aussenwänden: Stellen Sie Möbel nicht direkt an Außenwände. Ein Abstand von mindestens 10 bis 20 cm ist empfehlenswert, da sonst der notwendige Luftaustausch beeinträchtigt werden kann.
  • Unbeheizte Räume: Im Winter können in unbeheizten Räumen die Mauern abkühlen. Die Feuchtigkeit im Raum setzt sich an diesen kalten Stellen ab. Hier kann der Schimmel wachsen.
  • Schlechte Luft: In schlecht gelüfteten Räumen sammelt sich die Feuchtigkeit. Schlechte Luft fördert die Schimmelbildung.
  • Trockenheit: Lüften Sie nach dem Aufstehen, Kochen, Duschen oder Wäsche aufhängen, so wie vor dem zu Bett gehen. In trockener Luft fühlt sich Schimmel nicht wohl und setzt sich nicht an den Wänden ab. Schimmelpilze werden erst bei Feuchtigkeit zum Problem. Setzt sich Wasser an Wänden, Fliesen oder Fenstern ab, kann sich dort der Schimmel ausbreiten.
  • Heizen: Achten Sie auf eine gute Raumtemperatur. 20 bis 24° C sind ideal. Sie sollten alle Räume heizen. Im Winter können in unbeheizten Räumen die Mauern abkühlen. Die Feuchtigkeit im Raum setzt sich an diesen kalten Stellen ab. Hier kann der Schimmel wachsen.
  • Lüften: Lassen Sie mehrmals täglich frische Luft in die Wohnung. Öffnen Sie die Fenster ganz (bei mehreren Flügeln bitte alle öffnen). Lassen Sie die Fenster nicht gekippt. In schlecht gelüfteten Räumen sammelt sich die Feuchtigkeit. Schlechte Luft fördert die Schimmelbildung.
  • Ventilatoren sauber halten: Die Filter in den Ventilatoren in Badezimmer und WC sollten Sie regelmäßig reinigen.
  • Außenwände belüften: Damit die Außenwände belüftet werden, stellen Sie keine Möbel direkt an die Außenmauern. Lassen Sie mindestens einen Abstand von 10 bis 20 Zentimetern. So kommt die warme Luft an die Außenwand und der Schimmel kann dort nicht wachsen. Möbel mit Füßen sind vorteilhaft; bei durchgehenden Blenden empfiehlt es sich Lüftungsöffnungen vorzusehen.
Darstellung von zwei Szenen, die zeigen, wie man Möbel in Bezug auf Schimmelprävention richtig und falsch platziert. Links: Möbel stehen direkt an der Wand ohne Abstand. Ein rotes X symbolisiert, dass dies nicht die ideale Handhabung ist. Rechts: Die Möbel sind im Raum verteilt und haben einen Mindestabstand von 10-20 cm zur Wand. Ein grünes Häkchen zeigt, dass dies die richtige Handhabung ist

Videoanleitung: Schimmel vermeiden

Die besten Tipps kurz zusammengefasst.

Man sieht einen Teil von einem Fenster mit grauem Rahmen und den Fenstergriff. Es geht um Lüften für die Schimmelvermeidung.

Weitere Tipps

  • Nach dem Duschen: Spülen Sie die Fliesen an den Wänden kalt ab. Verwenden Sie einen Abzieher. Lüften Sie nach dem Duschen oder Baden. Öffnen Sie das Fenster im Badezimmer ganz oder öffnen Sie die Badezimmertür und Fenster in umliegenden Räumen.
Illustration eines Duschraums im Vergleich, um zu zeigen, wie man richtig lüftet. Links: Das Fenster ist nach dem Duschen geöffnet, damit die heiße Luft mit Wasserdampf aus dem Raum entweichen kann. Ein grünes Häkchen symbolisiert, dass dies die richtige Handhabung ist. Rechts: Das Fenster ist nach dem Duschen geschlossen, sodass die heiße Luft nicht aus dem Raum entweichen kann. Ein rotes X zeigt, dass dies nicht die ideale Handhabung ist.
  • Kontrollieren Sie die Luftfeuchtigkeit: Mit einem Hygrometer können Sie die Luftfeuchtigkeit in Räumen messen und so kontrollieren. Ein Hygrometer zeigt die relative Luftfeuchtigkeit an. Bei einem Wert von 50-55 Prozent sollten Sie auf jeden Fall lüften.

 

  • Regelmäßige Wartung:
    • Bei Ventilatoren: Tauschen Sie mindestens 1 x jährlich die Filter.
    • Lüftungsgitter: Reinigen Sie zweimal jährlich die Lüftungsgitter.
    • Bad: Reinigen Sie die Silikonfugen im Bad. Überprüfen Sie die Fugen auf undichte Stellen und tauschen Sie diese im Bedarfsfall fachgerecht aus.
    • Wasserhähne und Spülkästen: Reparieren Sie rinnende Spülkästen oder tropfende Wasserhähne.
    • Küche: Kochen Sie mit Deckeln und verwenden Sie den Dunstabzug.
So kommt weniger Wasserdampf in die Luft.
    • Vorhänge: Hängen Sie keine schweren Vorhangstoffe vor die Fenster und Außenwände. Sonst kann die Luft im Raum weniger zirkulieren. Die Wärme wird nicht gleichmäßig verteilt.

 

  • Ventilatoren sauber halten
    • Ventilatoren: Diese sorgen für eine aktive Luftbewegung und unterstützen den Luftaustausch, besonders in Räumen mit wenig natürlicher Belüftung. Achten Sie darauf, dass die Geräte regelmäßig gewartet und bei Bedarf gereinigt werden.
    • Filtereinsätze: Diese sollten regelmäßig kontrolliert und ausgetauscht werden. Verschmutzte Filter können den Luftaustausch behindern und die Bildung von Feuchtigkeit und Schimmel begünstigen.

 

  • Außenwände belüften: Damit die Außenwände belüftet werden, stellen Sie keine Möbel direkt an die Außenmauern. Lassen Sie mindestens einen Abstand von 10 bis 20 Zentimetern. So kommt die warme Luft an die Außenwand und der Schimmel kann dort nicht wachsen. Möbel mit Füßen sind vorteilhaft; bei durchgehenden Blenden empfiehlt es sich Lüftungsöffnungen vorzusehen.

Damit Sie in Ihrer Wohnung ein gutes Raumklima behalten, beachten Sie bitte ein paar einfache Dinge: 

 

  • Öffnen Sie mehrmals täglich möglichst alle Fenster ganz, dadurch machen Sie eine Querlüftung möglich.
  • Auch im Winter sollten Sie die Wohnung mehrmals täglich lüften. Die kalte Luft von draußen ist trockener als die warme Luft in der Wohnung.

 

  • In der Heizperiode Fenster nicht kippen – sonst kann sich Feuchtigkeit an kalten Stellen sammeln und Schimmel entstehen. 
  • Bitte verdecken oder verkleiden Sie die Heizkörper nicht – auch nicht mit einfachen Verkleidungen oder sogenannten Vorsatzschalen. Das kann die Wärmeabgabe stark beeinträchtigen.


Wichtig für Ihre Sicherheit:
In Räumen mit Gasgeräten (z. B. Gasherd oder Gastherme) befinden sich kleine Lüftungsschlitze im Fensterrahmen – sogenannte Zuluftventile.
Diese sorgen dafür, dass ständig frische Luft in den Raum gelangt. Das ist lebenswichtig, damit die Gasgeräte sicher funktionieren und keine gefährlichen Gase entstehen.

 

Bitte kleben Sie diese Öffnungen nicht zu!
Die freie Luftzufuhr ist gesetzlich vorgeschrieben und schützt Ihre Gesundheit.

Illustration eines Duschraums im Vergleich, um zu zeigen, wie man richtig lüftet. Links: Ein gekipptes Fenster. Ein rotes X symbolisiert, dass dies nicht die ideale Handhabung ist. Rechts: Ein vollständig geöffnetes Fenster zum Stoßlüften. Ein grünes Häkchen zeigt, dass dies die richtige Handhabung ist.

Im Bad und WC sorgen Lüftungsöffnungen, Lüftungsventile oder Ventilatoren für die nötige Entlüftung. 

 

Bitte nicht verdecken oder verschließen – nur so kann die Feuchtigkeit zuverlässig entweichen und Schimmelbildung wird verhindert.

Illustration eines Badezimmers im Vergleich, um zu zeigen, wie man die Lüftung richtig nutzt. Links: Ein Abluftventil oder Ventilator ist verstellt oder durch einen Vorhangstoff verdeckt. Ein rotes X symbolisiert, dass dies nicht die ideale Handhabung ist, da die Lüftung so nicht effektiv arbeiten kann und Schimmelbildung begünstigt wird. Rechts: Ein sauberes und frei zugängliches Abluftventil oder Ventilator. Ein grünes Häkchen zeigt, dass dies die richtige Handhabung ist.

Die Lüftungsöffnungen und Ventilatoren in Ihrer Wohnung sind genau eingestellt. 

Bitte drehen oder verändern Sie nichts daran – auch nicht am kleinen Ventilteller. Das kann die Luftzirkulation stören und die Lüftung funktioniert dann nicht mehr richtig.

 

Wichtig: Wenn die Lüftung nicht wie vorgesehen arbeitet, kann das die sichere Funktion von Geräten wie Gasthermen beeinträchtigen.

Bitte bauen Sie auch keine eigenen elektrischen Ventilatoren ein – das kann gefährlich sein.


Eigenmächtige Änderungen gefährden Ihre Sicherheit und die Ihrer Familie.

Wichtig: Funktioniert der Abzug nicht, obwohl das Gerät eingeschaltet und die Öffnung sauber und unverdeckt ist, melden Sie das bitte an der Wiener Wohnen Service-Nummer.

  • Heizungen nicht verbauen oder verdecken: Verbauen Sie die Heizkörper nicht. Decken Sie die Heizkörper nicht mit Vorhängen zu. Die Heizung funktioniert sonst nicht ideal.
  • Reinigen Sie die Heizkörper: Der Staub von den Heizkörpern kann die Luft im Raum belasten.
  • Heizungen sind keine Trockner: Hängen Sie keine Wäsche über die Heizkörper. So kann die Heizung nicht ideal funktionieren.
  • Auch bei Abwesenheit heizen: Wenn Sie im Winter verreisen, stellen Sie die Heizung nur etwas niedriger – aber nicht ganz ab.
  • Heizkörper nie ganz ausschalten: Um Frostschäden zu vermeiden, sollten Heizkörper im Winter immer in Betrieb bleiben.
  • Alle Räume gleichmäßig heizen: Halten Sie in allen Räumen mindestens 20 °C. Weniger bringt keine Ersparnis – durchgängiges Heizen ist effizienter.
  • Heizkörper dürfen nicht abmontiert werden!

Kleine Schimmelflecken selbst entfernen

Wenn Sie nur kleine Schimmelflecken haben, können Sie probieren, den Schimmel selbst zu entfernen:

1

Sicherheitshalber können Sie Staubmasken tragen (mindestens FFP 2), die Sie im Baumarkt bekommen. Wenn Sie an einer Schimmelpilzallergie, chronischen Erkrankungen der Atemwege oder Immunschwäche leiden, bitten Sie jemand anderen um Hilfe bei der Schimmelentfernung.

2

Tränken Sie ein Tuch mit „Haushaltsalkohol“ (70%iger Alkohol, erhältlich in der Apotheke) und wischen Sie die Stellen großflächig ab. Dadurch werden die Sporen der Pilze im Tuch gefangen und das Pilzgewebe wird abgetötet. 

 

Werfen Sie das verwendete Tuch danach in den Hausmüll!

Sie können alternativ auch einen handelsüblichen Schimmelentferner verwenden. 

Beachten Sie bitte dabei die Herstellerangaben.

3

Anschließend sollten Sie das Zimmer reinigen: Böden wischen, Vorhänge waschen usw.

Videoanleitung: Schimmel richtig entfernen

Kleine Schimmelflecken können Sie auch selbst entfernen.

Man sieht eine Person, die die Innenseite einer Dusche reinigt, um die Entstehung von Schimmel zu verhindern. Sie trägt einen Handschuh und hält ein Reinigungsmittel in der Hand, mit dem die Wände der Dusche besprüht werden.

Was mache ich bei großen Schimmelflecken?

1

Zeigt sich der Schimmel an größeren Flächen (also über 0,5 Quadratmeter) in Ihrer 

Wohnung oder in der Wohnhausanlage, melden Sie dies bitte sofort an Wiener Wohnen.

2

Befindet sich der Schimmel in Ihrer Wohnung, dann findet ein Beratungstermin vor Ort statt. 

 

Unsere Expert*innen überprüfen die betroffenen Flächen und besprechen geeignete Maßnahmen und nächste Schritte (z.B. Selbstbehebung oder Behebung durch Expert*innen).

3

Nach dem Beratungstermin findet ein zweiter Termin für die Beseitigung des Schimmels statt.

Beim ersten Mal übernimmt Wiener Wohnen die Kosten für die Schimmelbeseitigung. 

Wenn in Ihrer Wohnung wiederholt Schimmel auftritt, helfen Expert*innen dabei, 

die Ursachen und geeignete Maßnahmen zu finden.

4

Je nach Bedarf, kann es auch zu weiteren Terminen für die Beseitigung kommen.

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