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Streetart in der Per-Albin-Hansson-Siedlung

Aktuelles Neuigkeiten Neues aus dem Gemeindebau Nachrichtenbeitrag

10. Juni 2018

Foto des Graffitis auf der grauen Hausmauer. Es zeigt eine abstrakte blaue Katze mit einem roten T-Shirt und einer violetten Hose.
Foto: Jennifer Fetz
Foto des Graffitis auf der grauen Hausmauer. Es zeigt eine abstrakte blaue Katze mit einem roten T-Shirt und einer violetten Hose.
Foto: Jennifer Fetz

"Wir wollen mehr solche Wände“, so lautete der einheitliche Tenor der Mieter*innen in der Per-Albin-Hansson-Siedlung nach dem Streetart-Festival „3 Weeks, 3 Walls“. An drei Wochenenden im Mai und Juni 2018 haben zahlreiche nationale und internationale Graffiti- und Streetart-Künstler*innen drei graue Wände der Wohnhausanlage in bunte Kunstwerke verwandelt.

 

Der Graffiti-Künstler Cane ist seit 2001 in der Wiener Graffiti-Szene aktiv und dokumentiert auf seiner Plattform spraycity.at die bunt bemalten Wände der Stadt. Er hat am ersten Wochenende der Aktion gemeinsam mit Skero, der gebürtigen Stuttgarterin Junek und Moron eine Wand mit einem Alphabet gestaltet. Die Idee hinter „3 Weeks, 3 Walls“ war aber, eines Großen der Szene zu gedenken."

Das Bild zeigt die Wand eines braunen Wiener Gemeindebaus, die mit einem Graffiti verschönert wurde
Das Foto zeigt eine Hauswand mit einem Graffiti, auf dem eine blaue Katze mit einer violetten Hose und einem roten T-Shirt zu sehen ist.

Im Gedenken an Levin Statzer

„Levin war für die Wiener Szene sehr prägend, er hat einen ausgereiften Stil gehabt, war international verbreitet, sehr anerkannt und man hat seinen Namen ,NESH‘ in der ganzen Stadt gefunden“, so Cane über den Wiener Graffiti-Künstler Levin Statzer, der 2005 bei einem Autounfall starb. In Gedenken an ihn fanden seit Jahren „Levin Statzer Jams“ bei der Wiener Nordbrücke statt.

 

Seine Mutter, Doris Statzer, hat mit ihrer Familie die Levin Statzer Foundation gegründet und mit „3 Weeks, 3 Walls“ die Streetart in die Per-Albin-Hansson-Siedlung gebracht. „Ich bin wahnsinnig zufrieden mit dem Output der Bilder und der Hilfsbereitschaft von Wiener Wohnen. Es sind viele Leute vorbeigegangen und haben geklatscht, viele haben auch gesagt, dass sie mehr solche Wände wollen.“

Foto eines Mannes in einem schwarzen T-Shirt vor einer Gemeindebauwand, die mit einem bunten Grafitti verschönert wurde. Das Grafitti zeigt ein abstraktes Alphabet mit Buchstabe in rosa, blau und orange. Foto: Jennifer Fetz Foto eines Mannes in einem gelben T-Shirt vor einer Gemeindebauwand, die mit einem bunten Grafitti verschönert wurde. Das Grafitti zeig eine blaue Katze in buntem Gewand. Foto: Jennifer Fetz Nahaufnahme einer lachenden Dame mit Kurzhaarschnitt und blauer Jacke Foto: Jennifer Fetz Foto von einer Hauswand, die ein Grafitti von einem abstrakten Menschen zeigt, der aus vielen weißen Papier-Zetteln besteht. Foto: Levin Statzer Foundation Foto eines Mannes in einem schwarzen T-Shirt vor einer Gemeindebauwand, die mit einem bunten Grafitti verschönert wurde. Das Grafitti zeigt ein abstraktes Alphabet mit Buchstabe in rosa, blau und orange. Foto eines Mannes in einem gelben T-Shirt vor einer Gemeindebauwand, die mit einem bunten Grafitti verschönert wurde. Das Grafitti zeig eine blaue Katze in buntem Gewand. Nahaufnahme einer lachenden Dame mit Kurzhaarschnitt und blauer Jacke Foto von einer Hauswand, die ein Grafitti von einem abstrakten Menschen zeigt, der aus vielen weißen Papier-Zetteln besteht.

Die Gemeindebaukatze

Am zweiten Wochenende hat der Kroate Lunar gemeinsam mit seinem Bruder Smack eine seiner berühmten Katzen auf die Wand gemalt, der heimische Künstler Ruin hat die Insekten auf dem Kunstwerk ergänzt. Lunar hat bereits auf der ganzen Welt unzählige Katzen an Häuserwände gemalt. Jetzt findet man auch eine in Wien: „Ich wollte etwas Positives für die Nachbarschaft kreieren!“ Und das ist ihm gelungen. Denn auch viele Bewohner*innen und Bewohner haben große Freude mit dem Einzug der Streetart in ihr Zuhause am Rande des 10. Bezirks. Neben Vorträgen zur Geschichte von Graffiti in Wien fand auch ein Gedankenaustausch von Fans und Künstler*innen statt.

 

Das dritte Wochenende stand ganz im Zeichen des Holländers Daan Botlek, der einen sich in Blätter auflösenden Mann an die Wand sprayte. Die gute Stimmung unter den Künstler*innen und den Mieter*innen hat auch die Festredner*innen Mag.a Monika Erb, Geschäftsführerin der Basis Kultur Wien, Waltraud Rumpl, Stabsstellenleiterin Marketing und PR von Wiener Wohnen, und Ernst Woller, erster Präsident des Wiener Landtags, angesteckt, die voll des Lobes für die Veranstaltung waren.

 

Doris Statzer ist mit „3 Weeks, 3 Walls“ mehr als zufrieden und wir können ihr und den Mieterinnen und Mietern nur beipflichten: Auch wir wollen mehr solche Wände in unseren Gemeindebauten sehen!