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Lainzer Straße 148

Fakten

Lainzer Straße 148

Lainzer Straße 148, 1130 Wien

Baujahr: 1840

Wohnungen: 2

Architekt: unbekannt unbekannt

Wohnen in Wien

Nach dem endgültigen Zurückdrängen des Osmanischen Reiches zu Ende des 17. Jahrhunderts konnte in Wien und seinen zerstörten Vorstädten mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Die stark einsetzende Bautätigkeit hatte eine Barockisierung des Stadtbildes zur Folge. Die weitreichenden Reformen unter Joseph II. führten 1783 auch zur Modernisierung der Stadtverwaltung. Die Einführung der ersten Hausnummern (Konskriptionsnummern) sowie die Entwicklung der Kanalisation und Straßenreinigung fallen in diese Zeit. Die Auflassung zahlreicher Klöster und Friedhöfe schuf zudem neue Bauplätze.

Geschichte

Das um 1840 errichtete Gebäude liegt im Herzen des alten Lainzer Ortskerns neben der ehemaligen Lainzer Pfarrkirche, die seit 1974 von der Syrisch-orthodoxen Christengemeinde St. Ephrem genutzt wird. Ursprünglich war in dem Haus die Gemeindeschule untergebracht. 1872 wurde das Schulhaus je zur Hälfte von den Gemeinden Lainz und Speising erworben. Das Gebäude wurde 1912 zu einem Wohnhaus für die Bediensteten des kurz zuvor errichteten Lainzer Versorgungsheimes umgebaut und als Ersatz für das alte Schulgebäude ein Neubau in der Steinlechnergasse 5-7 errichtet. Heute befindet sich in den Erdgeschoßräumen des Hauses ein städtischer Kindergarten.

Die Architektur

Das hinter der ehemaligen Pfarrkirche gelegene Haus ist charakteristisch für die Architektur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Wiener Vororten. Der Bau gliedert sich in einen Straßentrakt und einen seitlich anschließenden, hakenförmigen Hoftrakt, in dem sich die Räumlichkeiten des Kindergartens befinden. Die siebenachsige Straßenfassade des zweigeschoßigen Gebäudes tritt in den mittleren drei Achsen leicht nach vorne, das Eingangsportal betont die Fassadenmitte. Ein breites Gesims trennt das Erdgeschoß horizontal vom ersten Stock, in Putz vertiefte Rundbögen schließen die Fenster im Erdgeschoß ab. Im Obergeschoß weisen die Fenster gerade Verdachungen auf und besaßen ursprünglich - was noch heute zu erkennen ist - einfach profilierte Rahmungen.

Der Name

Die Lainzer Straße hieß früher schlicht Hauptstraße und wurde 1894 in Erinnerung an den alten Wiener Vorort umbenannt. Die Ortschaft Lainz wurde bereits 1313 erstmals urkundlich erwähnt und 1890/92 nach Wien eingemeindet.

Architekten

unbekannt unbekannt -

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