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Gallgasse 2-4

Fakten

Gallgasse 2-4

Gallgasse 2-4, 1130 Wien

Baujahr: 1955-1956

Wohnungen: 42

Architekt: Rudolf Jarosch

Weitere Adressen

Speisinger Straße 41, 1130 Wien

Wohnen in Wien

In den 1950er-Jahren ging es vor allem darum, Zerstörtes wieder aufzubauen und viele neue Wohnungen zu errichten. In den kommunalen Wohnbauten dieser Zeit finden sich die ersten Ansätze der sich später durchsetzenden Zeilenbauweise, die bis heute die großen Vorstadtsiedlungen prägt. Die Wohnbauten wurden größer, höher und waren verstärkt in Blockform gestaltet. Das Flachdach setzte sich durch. Alle neu gebauten Wohnungen waren mit Badezimmern und WC ausgestattet und die Mindestgröße wurde von 42 auf 55 Quadratmeter angehoben.

Geschichte

An der Stelle des heutigen Wohnhauses stand früher an der Speisinger Straße ein ebenerdiges Eckhaus, in dem sich die Werkstatt des Hufschmieds Karl Merk befand. Dessen Nachfahren führten in der ehemaligen Schmiede die Gastwirtschaft "Zur alten Schmiede". Im Jahr 1954 erwarb die Gemeinde Wien die Liegenschaft. Auch in der neu errichteten Wohnhausanlage gab es über Jahrzehnte eine Gastwirtschaft, die sich "Zur alten Schmiede" nannte.

Die Architektur

Der am Kreuzungspunkt von Speisinger Straße, Feldkellergasse und Gallgasse am Walter-Caldonazzi-Platz gelegene Gemeindebau setzt einen markanten städtebaulichen Akzent. Der Bau gliedert sich in einen zum Platz hin orientierten, leicht konkav geschwungenen, fünfgeschoßigen Bauteil und zwei anschließende Trakte mit jeweils vier Geschoßen in der Speisingerstraße und in der Gallgasse. Das zum Platz ausgerichtete Gebäude wird in seinen vier mittleren Achsen durch einen mächtigen, erkerartig vorspringenden Bauteil, der um ein Geschoß erhöht bis über die Traufhöhe reicht, besonders betont. Im Erdgeschoß ist eine Geschäftszone untergebracht. Die anschließenden Trakte sind nur wenig gegliedert. Ein Durchgang in der Gallgasse führt in den Hof und zu den Stiegenhäusern.

Der Name

Seit 1894 ist die ehemalige Mayerhofgasse nach dem Hausbesitzer und Gemeinderat von Speising, Sebastian Gall (1820-1888), benannt, der von 1870 bis 1888 Gemeinderat war. Die Speisinger Straße erinnert ebenfalls seit 1894 an den alten Vorortnamen Speising, einer in den Jahren 1890 bis 1892 nach Wien eingemeindeten Ortschaft. Davor hieß der Straßenzug Hauptstraße und Wiener Straße.

Sanierung

von 1986 bis 1987

Im Zuge von Sanierungsmaßnahmen in den Jahren 1986 und 1987 erfolgte unter anderem auch der Lifteinbau. Die Kosten beliefen sich auf 129.866 Euro und konnten vollständig durch Förderungen gedeckt werden.

Architekten

Rudolf Jarosch - Rudolf Jarosch (1917-2004) war für die Gemeinde Wien vorwiegend in Arbeitsgemeinschaften an der Realisierung mehrerer großer Wohnhausanlagen beteiligt, wie etwa am Schrödingerhof in Wien 10, Gußriegelstraße 42-50 (1961-1963), und Landstraßer Hauptstraße 173-175 in Wien 3 (1953-1956).

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