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Gutenberggasse 19

Fakten

Gutenberggasse 19

Gutenberggasse 19, 1070 Wien

Baujahr: 1790

Wohnungen: 3

Architekt: unbekannt unbekannt

Wohnen in Wien

Nach dem endgültigen Zurückdrängen des Osmanischen Reiches zu Ende des 17. Jahrhunderts konnte in Wien und seinen zerstörten Vorstädten mit dem Wiederaufbau begonnen werden. Die stark einsetzende Bautätigkeit hatte eine Barockisierung des Stadtbildes zur Folge. Die weitreichenden Reformen unter Joseph II. führten 1783 auch zur Modernisierung der Stadtverwaltung. Die Einführung der ersten Hausnummern (Konskriptionsnummern) sowie die Entwicklung der Kanalisation und Straßenreinigung fallen in diese Zeit. Die Auflassung zahlreicher Klöster und Friedhöfe schuf zudem neue Bauplätze.

Geschichte

1525 erwarb das Bürgerspital die Weidelandgründe im Bereich des heutigen Spittelbergs, die in der Folge von Gastarbeitern besiedelt wurden. Die heranwachsende Dorfgemeinschaft wurde allerdings während der zweiten Türkenbelagerung 1683 vollkommen zerstört. Bei der Wiederbesiedlung um 1700 wurde das Gelände zwischen Burggasse, Stiftgasse, Siebensterngasse und Breite Gasse durch vier parallele Straßen erschlossen, in enge, seichte Parzellen aufgeteilt und dicht verbaut. Bezeichnet wurde das Gebiet als Spittelberg nach seiner Grundherrschaft - dem Bürgerspital. Der barocke Baubestand des im Laufe der Geschichte übel beleumundeten Vergnügungsviertels ist streckenweise nahezu lückenlos überliefert und wurde ab 1975 aufwändig restauriert und revitalisiert.

Die Architektur

Das denkmalgeschützte Wohnhaus in der Gutenberggasse 19 ist ein äußerst schmales Gebäude mit nur drei Fensterachsen. Die Fenster selbst werden oben von Gesimsen überragt, eine weitere horizontale Gliederung der Geschoße erfolgt nicht. Stärker betont wird hingegen der vertikale Zug durch die vom ersten bis ins dritte Geschoß durchlaufende Wandgliederung zwischen den Fensterachsen. Typisch für die Wohnhäuser dieser Zeit ist der Pawlatschenhof, über den die Geschoße erschlossen werden: Durch den Hof gelangt man zu einer Wendeltreppe, über die die Balkone und somit die Eingangstüren der einzelnen Wohnungen erreicht werden können. Der Hof wird durch das Haus Gutenberggasse 21 begrenzt.

Der Name

Im Gegensatz zu vielen der klassischen Gemeindebauten haben die revitalisierten Häuser am Spittelberg keine Namen. Als historischer Hausname ist "Zum goldenen Esel" für die Gutenberggasse 19 überliefert. Der Name der Gasse selbst geht auf den Erfinder des Buchdrucks, Johann Gutenberg, zurück.

Sanierung

von 1976 bis 1978

Die Wohnhausanlage wurde in den Jahren 1976 bis 1978 saniert. Neben der Neudeckung des Daches umfassten die Arbeiten auch die Instandsetzung der Fassade und die Erneuerung der Fenster und Türen.

Architekten

unbekannt unbekannt -

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