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Margaretenstraße 89

Fakten

Margaretenstraße 89

Margaretenstraße 89, 1050 Wien

Baujahr: 1993-1995

Wohnungen: 30

Architekt: Günter Lautner, Eduard Ebner

Weitere Adressen

Zentagasse 46, 1050 Wien

Wohnen in Wien

In den 1990er-Jahren konzentrierte sich die Stadt Wien neben geförderten Sanierungen hauptsächlich darauf, die Stadt im Nordosten und Süden zu erweitern (21.000 Wohnungen in vier Jahren). In enger Zusammenarbeit mit der Stadtplanung wurden großflächig Siedlungsgebiete erschlossen, so zum Beispiel der Leberberg in Simmering. Die Gemeindebauten, die nun für eine breitere Bevölkerungsschicht zugänglich sind, passen sich den modernen Bevölkerungsstrukturen an, indem sie flexible Wohnungen auch für Alleinerziehende, ältere Menschen und Alleinstehende bieten. Zudem sparen sie durch eine nachhaltige Bauweise Betriebskosten und Energie.

Geschichte

Das Mitte der 1990er-Jahre errichte Wohnhaus an der Adresse Margaretenstraße 89 zählt zu den jüngeren Bauten der Stadtgemeinde Wien. Dies zeigt sich einerseits schon auf den ersten Blick durch die ungewöhnliche Fassadengestaltung, manifestiert sich andererseits aber auch in der inneren Organisation.

Die Architektur

Der Wohnbau liegt an der Ecke Magaretenstraße/Zentagasse und passt sich in seinem Grundriss an deren flachen Winkel an. Die jeweils sechs Wohnungen pro Etage werden über einen straßenseitigen Laubengang erschlossen und sind grundsätzlich zum großen, begrünten Hof hin orientiert. Lediglich die an den Gebäudeenden liegenden Wohnungen verfügen über Straßenfenster, die zu einem Band zusammengefasst sind und ein wichtiges horizontales Gliederungselement bilden. Die Laubengänge der vier Obergeschoße und des Dachgeschoßes sind mit einer Pfosten-Riegel-Konstruktion geschlossen, die jeweils pro Geschoß leicht geneigt ist und so eine besondere Dynamik entwickelt. Die fixen Teile der Glaswand sind mit Milchglasscheiben, die zu öffnenden Fenster mit transparenten Scheiben ausgestattet - zusammen mit der dahinterliegenden roten Gangwand ergibt dies einen interessanten Effekt. Das Erdgeschoß springt unter dem Laubengang zurück und bietet so einen geschützten Eingangsbereich für die drei Geschäftslokale. Im Kellergeschoß gibt es 23 PKW-Stellplätze.

Der Name

Die Margaretenstraße trägt ihren Namen in etwa seit dem Jahr 1900. Er ist vom ehemaligen Vorort Margareten abgeleitet, welcher nach einer der Hl. Margareta von Antiochia geweihten Kapelle benannt ist.
Die Zentagasse erinnert an den Sieg Österreichs über die Türken in der Schlacht bei Zenta (1697), bei der Prinz Eugen von Savoyen das Heer befehligte.

Architekten

Günter Lautner - Günter Lautner (geb. 1946 in Wien) studierte von 1965 bis 1973 an der Technischen Hochschule Wien. Von 1969 bis 1972 war er als Projektleiter im Wiener Büro von Victor Gruen beschäftigt; von 1975 bis 1982 Projektleiter am Institut für Wohnbau der TU Wien. In der Zeit seiner Arbeitsgemeinschaft mit Peter Scheifinger und Rudolf Szedenik entstand unter anderem die Wohnhausanlage Pachmüllergasse 11-13 in Wien 12 (1982-1986).

Eduard Ebner - Eduard Ebner (geb. 1933) studierte von 1951 bis 1956 Architektur an der Wiener Kunstgewerbeschule bei Oswald Haerdtl. Zusammen mit Günter Lautner entwarf er die ab 1993 errichtete Wohnhausanlage Margaretenstraße 89 in Wien 5.

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